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Tier-Krankheiten auch eine Gefahr für Menschen

Neue Zoonosenbroschüre : Wie man sich schützen kann

27.09.2006

Es gibt relativ viele Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden können. Bezeichnet werden sie als Zoonosen - ein Begriff, mit dem der durchschnittliche Österreicher wahrscheinlich nicht viel anfängt. Wenn man aber die Erreger beim Namen nennt - "Salmonellen" zum Beispiel - werden sie fassbar und sorgen unter Umständen für beträchtliche Aufregung.

Mit dem "Bericht über Zoonosen und ihre Erreger in Österreich im Jahr 2005" gibt die AGES, die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, erstmals einen Überblick über die wichtigsten Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Die AGES leistet einen wichtigen Beitrag in der Überwachung und Bekämpfung dieser Krankheiten in Österreich, sowohl im veterinär- als auch im humanmedizinischen Bereich. In der Broschüre werden Vorkommen, Infektionsweg, Inkubationszeit, Symptomatik, Diagnostik und Therapie beschrieben. Für jede Zoonosewerden aber auch präventive Maßnahmen aufgezeigt, mit denen die Verbraucher das Risiko einer Infektion verringern können.

Bakterien, Viren, Würmer

Zurzeit sind rund 200 Krankheiten bekannt, die sowohl beim Tier als auch beim Menschen vorkommen und in beide Richtungen übertragen werden können. Die Übertragung ist sowohl über direkten oder indirekten Kontakt, aber auch über Lebensmittel möglich. Zu den Erregern zählen Bakterien, Viren, Pilze oder Würmer. Hierzulande werden Zoonosen in Tierbeständen seit langem bekämpft. So gilt Österreich seit dem Jahr 1999 amtlich anerkannt als frei von Brucellose (eine Krankheit bei Kühen, Schafen, Ziegen und Schweinen) und Rindertuberkulose.

"Die häufigsten Erkrankungen beim Menschen sind heute Infektionen mit den Durchfallerregern Salmonellen und Campylobacter", sagt Univ.-Prof. Franz Allerberger, Bereichsleiter Humanmedizin in der AGES. Aufgenommen werden diese Erreger meist über Lebensmittel. Denn die Bekämpfung in den Tierbeständen erweist sich als schwierig, da diese Bakterien die Tiere zwar infizieren, aber nicht krank machen. Konsequente Bekämpfungsmaßnahmen, z. B. gegen Salmonellen, zeigen aber bereits Erfolge: So sind Salmonelleninfektionen zwar nach wie vor Nummer eins bei lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen in Österreich. Allerdings ist die Zahl der bestätigten Salmonelleninfektionen beim Menschen in den vergangenen drei Jahren um gut ein Drittel gesunken. Wurden im Jahr 2003 noch 8271 Fälle verzeichnet, so betrug dieser Wert im Vorjahr nur mehr 5615.

Die kostenlose Broschüre "Bericht über Zoonosen und ihre Erreger in Österreich im Jahr 2005" kann bei der AGES bestellt werden (Tel: 050 555-37306 oder man holt sich das PDF zum Download unter www.ages.at (4,5 MB).

Quelle: AGES

 

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