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Osterhasen - Ein kurzes Leben voller Leiden

Die Realität der Käfighaltung im grassen Gegensatz zur Oster-Idylle

Seit Jahrzehnten ist der "Osterhase" als Eierbringer für die Kinder gleichsam ein Symbol für das höchste christliche Fest. Aber sein engster Verwandter, das Kaninchen, landet zunehmend als Festtagsbraten auf dem Tisch. Pro Jahr werden in Österreich mehrere Tausend Tonnen Kaninchenfleisch verspeist - die meisten davon werden industriell und tierquälerisch gemästet.

Sog. Mastkaninchen mit einem Gewicht bis zu 3,3 Kilogramm steht ein 20 x 40 Zentimeter großer Käfig ohne Streu und ohne Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung. So hocken die Tiere - gleich wie die Legehennen - lebenslänglich in den Käfigen, die ihnen nicht einmal artgemäßes Sitzen erlauben, und das "Männchen machen" und Hoppeln schon gar nicht. Durch die Intensivhaltung leiden die Tiere an zahlreichen Krankheiten und müssen mit Hormonen und Antibiotika behandelt werden.

Die Folgen: Entzündungen und Verletzungen an den Hinterpfoten, schmerzhafte Skelettveränderungen, Knochenbrüche, Krallenverletzungen, schwere Verdauungsstörungen und mangelnder Abrieb der Nagezähne, Verhaltensstörungen wie Gitternagen, endloses Kreisen um die eigene Achse, Kannibalismus und Selbstverstümmelungen. Bis zu 30 % sterben aufgrund der schlechten Haltung und an Infektionskrankheiten!

Dabei sind sie körperlichen Höchstleistungen ausgesetzt: Bei den Häsinnen sind bis zu 11 Würfe pro Jahr mit je 8-10 Jungen keine Seltenheit. Sogenannte Wurfsynchronisation, herbeigeführt durch hormonelle Behandlung und künstliche Besamung, sind auch in der Kaninchenhaltung längst üblich. Die Säugezeit wird auf drei bis vier Wochen verkürzt. Oft beißt das Muttertier in ihrer Verzweiflung ihre eigenen Jungen tot. Aber auch abgebissene Ohren und Schwänze, schwer heilende, verkrustete Verletzungen werden immer wieder beobachtet.

Kaninchen leiden stumm und sind ihrer Lage hilflos ausgeliefert. In freier Wildbahn leben sie in Gruppen mit enger sozialer Bindung. Die Tiere graben ausgedehnte unterirdische Bauten mit weit verzweigten Röhrensystemen. Die geselligen Wesen hoppeln und springen vorwiegend in der Dämmerung und wollen sich verstecken können. All diese Verhaltensweisen sind ihnen in der Mast lebenslang verwehrt.

Im Unterschied zu anderen "Nutztieren" finden Kaninchen jedoch kaum Beachtung. Jedes Jahr werden mehr Kaninchen geschlachtet, da viele Konsumenten angesichts von BSE-Krise, Schweinemastskandal, MKS und Geflügelpest auf Kaninchenfleisch umgestiegen sind. Aber weder Österreich noch die EU haben es bislang für nötig gehalten, bindende gesetzliche Vorschriften zur Kaninchenhaltung zu erlassen. Leider ist auch im neuen Tierschutzgesetz nichts davon zu sehen.

Was kann der Konsument tun?

  • Kaufen Sie kein Kaninchenfleisch und keine Angorawollsachen.
  • Informieren Sie sich über die Zustände in der Kaninchenzucht und -mast.
  • Kaufen Sie keine Kaninchen in Zoohandlungen: Kaninchen werden in vielen Familien nicht artgerecht gehalten, das Interesse des Kindes steht leider meist vor dem des Tieres.


Quelle und weitere Informationen: Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not

 

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