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Lärm zu Silvester : Wie Sie Haustiere beruhigen

Gute Planung schützt Sie und Ihr Tier vor zu viel Stress

05.12.2005

Bildquelle: IEMT
Was uns Menschen Spaß macht - nämlich das ausgelassene und ausgiebige Feiern zum Jahreswechsel, womöglich noch mit Knallkörpern und Raketen - ist für die empfindsamen Ohren unser vierbeinigen Hausgenossen der pure Stress.

Wenn wir uns vor Augen halten, dass Hunde mehr als doppelt so gut hören wie wir Menschen und Katzen selbst das leiseste Trippeln einer Maus wahrnehmen, können wir uns ungefähr vorstellen, wie unendlich laut sie das Zischen von Raketen und das Krachen von Böllern empfinden müssen. Kein Wunder, dass die meisten Vierbeiner sich bei diesem "Höllenspektakel" fürchten.

Was können wir als Hunde- und Katzenbesitzer also tun, um unseren Vierbeinern den Silvestertrubel so angenehm wie möglich zu gestalten? Renate Simon vom IEMT gibt hilfreiche Tipps.

Die Notfall- oder Rescue-Tropfen sind eine Kombination aus fünf Bach-Blüten-Konzentraten, die bei unmittelbar auftretenden Notsituationen - wie zum Beispiel panikartigen Angstzuständen durch Knallerei und Böller - verabreicht werden. Am besten geben Sie die Dosis (bei Hunden und Katzen ca. 4 Tropfen) mit der Pipette direkt ins Maul des Tieres. Sie können die Dosis auch auf die Nase des Tieres träufeln, damit es sie abschlecken kann. Die Methode, die Tropfen ins Trinkwasser zu geben, wirkt nur dann, wenn Ihr Tier nicht bereits zu panisch ist und sogar das Trinken verweigert. Die Rescue-Tropfen sind jetzt auch schon als Spray erhältlich, was die Anwendung noch einfacher macht - einfach 2 Sprühstöße aufs Fell (Pfoten oder Ohren) geben. Die Rescue-Tropfen können Sie so lange anwenden, bis Sie das Gefühl haben, Ihr Tier hat sich beruhigt.

Wenn Sie aus der Erfahrung bereits wissen, dass Ihr geliebter Vierbeiner zu Silvester alles andere als ausgeglichen ist, dann gehen Sie am besten noch vor Weihnachten mit ihm zum Tierarzt und lassen Sie sich maßgeschneiderte Bachblüten oder homöopathische Medikamente geben. Diese sanften Mittel helfen auf jeden Fall, allerdings müssen Sie schon einige Tage vor dem "Betretungsfall" mit der Behandlung beginnen.

Auf jeden Fall gilt:

Schaffen Sie für Ihren Liebling ein möglichst ruhiges Umfeld. Schließen Sie die Fenster - zu Zeiten der ärgsten Knallerei auch die Vorhänge - und "berieseln" Sie Ihren Vierbeiner mit einer sanften Hintergrundmusik, die durchaus ein bisschen lauter sein kann als gewöhnlich, um die ärgsten Böller von draußen ein bisschen zu überdecken. Klassische Musik hat sich hier sehr bewährt! Lenken Sie Ihre Katze oder Ihren Hund mit Ball- oder Suchspielen ab. Wenn sich Ihr Tier bereits so fürchtet, dass es sich unter dem Bett oder in einer dunklen Ecke verkriecht, dann lassen Sie es am besten in Ruhe.

Wenn Sie als Katzen- und/oder Hundebesitzer Silvester außer Haus verbringen wollen, sollten Sie auf keinen Fall Ihren Liebling allein zu Hause lassen. Sorgen Sie für einen zuverlässigen Tiersitter, der bei Ihnen zu Hause Silvester ruhig vor dem Fernsehgerät feiert oder bringen Sie Minka oder Bello in eine Tierpension. Planen Sie rechtzeitig, damit Sie Ihr Tier noch vor dem Einsetzen der Kracherei sicher untergebracht haben.

Planung schützt vor noch mehr Stress

Das gilt auch für Katzen, die ins Freie dürfen. Locken Sie sie am frühen Silvesternachmittag wieder ins Haus und lassen Sie sie auf jeden Fall über Nacht drinnen. Unternehmen Sie mit Ihrem Hund einen längeren Nachmittagsspaziergang - sicherheitshalber nur mehr an der Leine, außer Sie gehen mit ihm in eine eingezäunte Hundezone. (Auch die bravsten und besterzogenen Hunde, die auf Grund eines lauten Knalls in Panik geraten, können einfach davon laufen und nicht mehr auf Herrchen oder Frauchen hören.)

Die abendliche Gassi-Runde kann dann auch ganz kurz ausfallen. Viele Hunde verweigern ohnedies auf Grund des Lärms ihr "Geschäft" - zwingen Sie Ihren Vierbeiner nicht dazu, indem Sie ihn so lange auf der Straße halten, bis er "macht". Ein Lackerl auf dem Teppich ist rasch aufgewischt - ein Hund, der sich durch einen Böller zu Tode erschreckt, bleibt unter Umständen ein Leben lang ängstlich.

Schreck lass nach!

Auch wenn es Ihnen als Hundebesitzer sehr schwer fällt, das erschreckte Verhalten Ihres Vierbeiners einfach zu ignorieren, sollten Sie es im Interesse Ihres Lieblings machen! Knallt es und reagiert der Hund verschreckt, versucht wohl jeder automatisch, sein Tier (und damit sich selbst) zu beruhigen. Diese positive Zuwendung (in Form von gutem Zureden, Streicheln oder Leckerlis) empfindet der Hund als Belohnung - Sie "trainieren" ihm damit das entsprechende Verhalten (nämlich Angst zu zeigen) regelrecht an. Besser ist es eindeutig, die Knallerei, das Getöse und das erschreckte Verhalten unserer Vierbeiner einfach zu ignorieren (auch wenn uns das naturgemäß schwer fällt). Zeigen Sie Ihrem Liebling durch normales Verhalten, dass die Welt trotz des Lärms in Ordnung ist!

Quelle: IEMT

 

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