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Katzenfutter im Test

Teilweise Mängel bei der Nährstoff-Zusammensetzung


29.07.2016


In einem vergleichenden Warentest hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) 21 Feuchtfuttermittel für Katzen unter die Lupe genommen. Keines der geprüften Produkte erreichte dabei die Bestnote "sehr gut". Acht - darunter auch günstige Futter ab ca. 0,80 Euro pro Ration - erzielten zumindest ein "gut". Der Großteil der Produkte (13 von 21) schnitt am Ende allerdings nur mit den Noten "durchschnittlich" bis "nicht zufriedenstellend" ab. Grund für die schlechten Resultate: Ein Zuviel oder Zuwenig an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

"Gutes Katzenfutter gibt es für viel, aber auch für sehr wenig Geld", betont VKI-Projektleiterin Angela Tichy. "Während Tierhalter mit dem günstigsten Feuchtfutter im Test nur auf 77 Cent pro Tagesration kommen, fallen mit dem teuersten ‚guten‘ Produkt täglich 3,04 Euro an." Entscheidend sei aber am Ende vor allem, dass das Tier ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen wie etwa Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt werde. "Katzen sind hochspezialisierte Fleischfresser", so Tichy. "Eine dauerhafte Unter- aber auch Überversorgung mit bestimmten Nährstoffen kann zu schweren gesundheitlichen Problemen führen."

Erfreulich: Was den Gehalt an Kohlenhydraten betrifft, gab es bei keinem der geprüften Produkte etwas zu beanstanden. Gut fielen auch die Ergebnisse beim Eiweißgehalt aus. Für die Stoffe Kalzium, Phosphor und Magnesium lässt sich das Gleiche jedoch nicht behaupten. Bei Phosphor etwa lag eine Reihe von Produkten klar über dem Bedarf, was auf Dauer Nierenschäden verursachen kann. Auch beim Magnesium kam es in drei Fällen zu einer deutlichen Überversorgung, v.a. die geprüften Futter von Clever, Napur und Husse fielen hier mit hohen Werten auf. Eine Überversorgung mit Magnesium zusammen mit zu viel Phosphor kann jedoch die Bildung von Harnsteinen fördern.

"Ein Zuviel oder ein Zuwenig, das entsteht, weil ein Futtermittel nicht ideal zusammengesetzt ist, kann und sollte durch Abwechslung kompensiert werden", rät VKI-Expertin Tichy. "Schon bei Jungtieren ist es wichtig, auf Vielfalt zu achten und zum Beispiel zwischen verschiedenen Arten von Feucht- und auch Trockenfutter zu wechseln. Wichtig: Katzen sollten - anders als Hunde - nicht ausschließlich mit Trockenfutter ernährt werden. Zumindest die Hälfte der Nahrung sollte in jedem Fall aus Feuchtfutter bestehen."

Alle Testergebnisse im Detail sowie Stellungnahmen von Anbietern finden Sie in der August-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und online unter www.konsument.at.

Quelle: VKI

 

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