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Katzenallergie - Was tun?

Allergie-Therapie wird von Krankenkasse bezahlt

Katzen zählen in unseren Breiten zu den beliebtesten Haustieren. In 28 Prozent der heimischen Haushalte leben Katzen, insgesamt sind es in Österreich rund 1,5 Millionen. Aber die Freude über die kleinen Lieblinge ist nicht immer ungetrübt. Immer mehr Menschen leiden unter einer Katzenallergie.

Ca. 33 Prozent aller Allergiker in unserem Land reagieren sensibel auf Katzenspeichel. Dies ist ein absoluter Spitzenwert. Der europäische Durchschnitt liegt mit knapp 30 Prozent deutlich darunter.

Doch selbst wenn der direkte Kontakt mit Katzen gar nicht gegeben ist, haben es Allergiker schwer. Auch in Räumen wo noch nie Katzen waren, ist die Atemluft mit Partikeln belastet. Auch in öffentlichen Gebäuden sind in Teppichen und Polstersitzen zum Teil hohe Katzenallergenkonzentrationen gemessen worden. Spitzenwerte fand man z. B. in der Polsterung von Kinositzen.

Eine Allergenvermeidung wird damit nahezu unmöglich. Medikamente bringen meist nur eine kurzfristige Erleichterung der Symptome. In vielen Fällen kann eine chronische Atemwegserkrankung jedoch durch eine Allergieimpfung vermieden werden.

Das Katzenallergen ist ein Bestandteil des Talgdrüsensekrets der Katzen. Zusätzlich ist es im Speichel der Katzen - jedoch in wesentlich geringerer Konzentration - zu finden. Putzt sich die Katze das Fell werden die Allergene freigesetzt und in die Atemluft abgegeben. Interessant ist auch, dass lt. Wissenschaftlern zwischen Lang- und Kurzhaarkatzen keine Unterschiede bestehen, dass jedoch Kater mehr Allergene produzieren als weibliche Katzen.


Diagnose Katzenallergie - was tun?

Wenn Verdacht auf eine Katzenallergie besteht, sollte unbedingt rasch ein allergologisch geschulter Facharzt aufgesucht werden. Mittels eines Allergietests kann dann genau bestimmt werden, ob tatsächlich eine Katzenallergie vorliegt. Wenn dies der Fall ist, sollte man - so schwer es auch fällt - die Katze aus dem eigenen Haushalt weggeben.

Staubsaugen, chemische Behandlung des Felles oder Waschen der Katze hilft meist nur wenig. Deshalb ist es ratsam, die Katze wegzugeben und den Wohnraum gründlich zu sanieren. Auf Teppiche und Polstermöbel sollte dabei verzichtet werden.



Allergietherapie für Katzenallergiker

Patienten mit Katzenallergie leiden bei Allergenkontakt an schnupfenähnlichen und häufig auch an asthmatischen Beschwerden. Hautreizungen sind insbesondere bei direktem Kontakt mit dem Tier möglich. In vielen Fällen sind Katzenallergiker auch gegen Hausstaubmilben und/oder Pollenallergenen sensibilisiert.

Primar Dr. Gert Wurzinger, Leiter der pulmologischen Abteilung am LKH Graz:

"Prinzipiell ist den betroffenen Patienten anzuraten, die Katze wegzugeben, um langfristig die Allergenkonzentration im Wohnbereich zu reduzieren. In manchen Fällen kann auch eine spezifische Immuntherapie (SIT) in Betracht gezogen werden, die bei konsequenter Durchführung durchaus Erfolg versprechend sein kann. Insbesonders, wenn sonst keine andere Allergie vorliegt. Durch den Umstand, dass eine Allergenvermeidung auch nach Weggeben der Katze schwer möglich ist, ist die Gefahr einer dauerhaften Schädigung der Lungen hoch. Die Allergieimpfung trainiert über drei Jahre hinweg das Immunsystem der Patienten. Durch den Rückgang der bronchialen Hyperreaktion bereits nach dem ersten Behandlungsjahr gewinnt der Patient wieder an Lebensqualität. Eine chronische Erkrankung der Lunge kann so auf längere Sicht verhindert werden."

Die Allergieimpfung wird von Fachärzten und in Allergieambulanzen durchgeführt. Die Kosten der Behandlung werden nach Anweisung durch den Arzt zur Gänze von der Krankenkasse übernommen.

Quelle: ALK-Abelló Allergie-Service


Weitere Informationen zum Thema "Allergien" finden Sie im Allergie-Ratgeber unseres Partners Netdoktor.


 

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