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Tipps wie Sie Igel & Co. beim Überwintern helfen

So können Sie als Gartenbesitzer den Wildtieren durch die harten Monate helfen.


11.10.2013


Bildquelle: Immowelt AG / Foto: www.hundewiese.info
Wildtiere wie Eichhörnchen, Igel und Vögel haben unterschiedliche Bedürfnisse, um gut über den Winter zu kommen. Hier lesen Sie, was Gartenbesitzer tun können, um den Tieren das Leben während der kalten Jahreszeit zu erleichtern und was sie zum Wohl der Tiere vermeiden sollten.
 
Igel fressen sich im Herbst eine Fettschicht an. Mit Katzenfutter kann man sie dabei unterstützen, Speisereste, Hundefutter oder gar Milch schaden den Tieren jedoch. Als Winterschläfer beziehen sie bei Temperaturen, die dauerhaft um null Grad Celcius liegen, ihr Winterquartier. Schön, wenn sich dann ein wärmender Laub- und Reisighaufen, oder gar ein mit Stroh und Papierhäckseln gepolstertes Igelhäuschen findet. Normalerweise schlafen Igel, bis die Temperaturen wieder milder werden, trifft man also bei Frost und Schnee auf einen stacheligen Gesellen, stimmt etwas nicht. Ebenso wie mutterlose, unselbständige Jungtiere oder verletzte und kranke Igel sollte man das Tier dann in Obhut nehmen, oder, besser noch, zum Tierarzt oder einer Igelstation bringen.

Jeder der in Absprache mit dem Tierarzt einen verletzten oder schwachen Igel in seine Obhut nimmt, muss sich jedoch der zeitraubenden Aufzucht und Pflege von jungen Igeln bewusst sein. Kleine Igel nehmen 5 bis 10 Mahlzeiten täglich zu sich und brauchen einen genauen Fütterungsrhythmus. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten rät deshalb, ein Igelnest mit Jungtieren zunächst genau zu beobachten, ehe man die Kleinen rettet. Muttertiere lassen den Wurf auf der Suche nach Nahrung immer wieder für mehrere Stunden alleine; die wenigsten Jungigel werden tatsächlich verlassen. Hat man ein Jungtier wirklich in seine Obhut genommen und es ist wieder gesund, sollte es sofort in die freie Natur entlassen werden.
 
Auch die sonst so agilen Eichhörnchen werden im Winter ruhiger. Sie schlafen aber nicht durchgehend, sondern begeben sich regelmäßig auf Futtersuche. Problematisch wird es für die Nager, wenn der Boden gefroren ist und sie nicht an ihre versteckten Vorräte herankommen. Zufüttern kann man beispielsweise mit Eicheln, Nüssen, Bucheckern, Zapfen, Sonnenblumenkernen, Obst oder Gemüse. Brot, gewürzte und gesalzene Nahrung dagegen vertragen die Nager nicht. Das Futter sollte an einer trockenen Stelle ausgelegt werden. Wird es feucht, kann es schimmeln und krank machen. Gefüttert werden kann bis in die Frühsommermonate. Bei mehreren Eichhörnchen sollten übrigens mehrere Futterstellen eingerichtet werden, da die Tiere Einzelgänger sind.

Erst bei anhaltendem Frost oder geschlossener Schneedecke sollten auch Vögel gefüttert werden. Für Körnerfresser wie Fink und Sperling eignen sich Sonnenblumenkerne. Meisen, Amseln und Rotkehlchen dagegen sind Weichfutterfresser und mögen Obst, Rosinen und Haferflocken. Brot, Salziges oder Gewürztes sind in jedem Fall ungünstig, wer auf Nummer sicher gehen will, kauft spezielle Futtermischungen. Die Futterstellen sollten so platziert werden, dass Katzen sie nicht erreichen können. Dabei unbedingt auf die Hygiene achten. Verunreinigtes oder feuchtes Futter kann Keime übertragen und Krankheiten auslösen. Deshalb das Futterhäuschen regelmäßig kontrollieren und mindestens einmal pro Woche reinigen. Wer mit dem Füttern beginnt, sollte das auch fortsetzen und erst aufhören, wenn es wieder wärmer wird.

Um schließlich den Insekten ein Überwintern in abgestorbenen Pflanzen, aufgeschichteten Holzhaufen sowie im Komposthaufen zu ermöglichen, sollten HobbygärtnerInnen im Herbst ihre Gärten nicht aufräumen, sondern hohle Stängel, Blütenreste und Fruchtstände stehen lassen.

Quelle: immowelt.de, Vier Pfoten

 

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