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Tipps, wie Sie die richtige Hundeschule auswählen

Um eine Hundeschule zu gründen, braucht man in Österreich keine fachlichen Voraussetzungen nachzuweisen.


15.04.2008


Hundeschulen unterstützen und beraten Hundehalter bei der Erziehung ihrer Tiere. Klare Richtlinien, die Seriösität und Qualität der Anbieter bewerten, gibt es in Österreich jedoch nicht. Die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN gibt Tipps, worauf man bei der Wahl einer guten Hundeschule achten sollte.

Ein neues Heimtier ist für Menschen wie Tiere eine Herrausforderung. Viele Hundehalter möchten daher mit ihren vierbeinigen Begleitern eine Hundeschule besuchen. Das ist jedoch nicht einfach, da keine fachlichen Voraussetzungen notwendig sind, um eine Hundeschule zu gründen. "Für viele Ratsuchende ist es nicht leicht, fachkundige Hundetrainer von selbsternannten Experten zu unterscheiden", erklärt Tamara Risch, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN Österreich. Wer unsicher ist, sollte prüfen, welche Ausbildungen der Hundetrainer absolviert hat und ob er über eine mehrjährige Praxis in der Arbeit mit Hunden, aber auch mit Menschen, verfügt.

"Eine der wichtigsten Vorraussetzung bei der Erziehung von Hunden ist es, dass der Halter das arttypische Verhalten seines Tieres erkennen kann und richtig deutet", erläutert Tamara Risch. "Gute Hundetrainer sind im Hundeverhalten und der Lernpsychologie bewandert und auch in der Lage, diese Kenntnisse an den Halter zu vermitteln."

Bei der Wahl einer Hundeschule empfiehlt es sich, in einer "Schnupperstunde" den Trainer und das Umfeld unverbindlich kennen zu lernen und zu prüfen, ob sich Hund und Halter beim gemeinsamen Lernen gut aufgehoben fühlen.

Die Trainingsgruppe sollte maximal aus fünf Hunden bestehen. Vor Beginn des Trainings sollten sich die Tiere während einer Freilaufphase kennen lernen können. Hunde und Hundebesitzer werden mit Lob und positiver Verstärkung unterrichtet. Würgeketten oder Zughalsbänder sowie Schläge oder Kommandogebrüll sind absolute Tabus. Bei einer seriösen Hundeschule werden keine aggressionsfördernden Übungen durchgeführt, wie zum Beispiel bei der Ausbildung von Polizei- und Schutzdiensthunden. Hunde mit aggressivem Verhalten oder Ängsten werden einzeln, außerhalb der Gruppe, unterrichtet. Der Trainer erkennt, wenn einzelne Teilnehmer überfordert sind und reagiert darauf mit Pausen.

Welpen brauchen für eine positive Sozialisierung vor allem Kontakte und Spiele mit Artgenossen. Diese finden sie in einer guten Welpenspielgruppe mit gleichaltrigen und körperlich gleich großen Welpen. Um Ansteckungen auszuschließen, sollte die Einhaltung des tiermedizinischen Impf- und Entwurmungsplans verbindliches Aufnahmekriterium für die Welpengruppe sein.

Quelle: Vier Pfoten

 

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