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Hunde : Unfall-Statistik und Verhaltensregeln

6.100 Menschen wurden 2005 durch Hundebisse verletzt

09.11.2006

Hunde und Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren der Österreicher. Rund 29 Prozent der österreichischen Bevölkerung über 15 Jahre sind stolze Besitzer einer Katze - etwa 15 Prozent leben mit einem Hund unter einem Dach. Doch der richtigeUmgang mit den Vierbeinern will gelernt sein. Allein im Jahr 2005 wurden rund 6.100 Menschen in Österreich durch Hundebisse so schwer verletzt, dass sie im Spital behandelt werden mussten. 21 Prozent von ihnen waren jünger als 15. Es steht außer Frage, Haustiere bringen Abwechslung und Freude in den Alltag und Kinder können durch sie sogar lernen, Verantwortungzu übernehmen. Doch die Unfallzahlen zeigen: Tiere sind kein Spielzeug und der Umgang mit ihnen erfordert gewisse Verhaltensregeln.

Häufigster Unfallort

Laut Freizeitunfallstatistik 2005 des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) passieren mit 28 Prozent die meisten Unfälle mit Hunden in der näheren Umgebung der Wohnung, wie zum Beispiel Garten oder Hof - 23 Prozent der Unfälle mit Hunden finden in den heimischen vier Wänden statt. 1.100 der durch Hundebisse Verletzten zogen sich ihre Blessuren im Park oder Naherholungsgebieten zu. Die Unfallhergänge sind einander sehr ähnlich. Zu Hundebissen kommt es vor allem beim Spielenoder wenn ein Hund glaubt, seinFutter oder Revier verteidigenzu müssen. So berichtete auch ein Großteil der Verletzten, dass sie beim Herumtollen von ihrem Hund gebissen wurden, oder aber bei dem Versuch den eigenen Hund von einem Gerangel mit einem fremden Vierbeiner abzuhalten. Knapp zwei Drittel der Verunfallten (65 %) zogen sich ihre Verletzungen an Armen und Händen zu.

Richtiger Umgang

Tierliebhabern muss klar sein, dass der verantwortungsvolle Umgang mit einem Tier bereits vor der Anschaffungbeginnt. Leben Kinder im Haushalt, so sollte beachtet werden, dass sie erst in einem Alter von acht Jahren - aber auch dann nur unter Anleitung - in der Lage sind, sich um ein Haustier zu kümmern. Frühestens mit zwölf Jahren kann ein Kind für Hund oder Katze sorgen. Folgende Aspekte sollten bedacht werden, wenn man sich ein Haustier zulegen möchte:

  • Welches Tier passt am besten in die Familie und wer versorgt das Tier, auch während der Ferien?

  • Tierhaare können Allergien hervorrufen, deshalb ist ein Allergietest vor dem Kauf ratsam.

  • Kinder sollten gegen Tetanus geimpft und darüber aufgeklärt werden, dass Tiere kein Spielzeug sind.

  • Grundsätzlich müssen Tiere in Ruhe gelassen werden, wenn sie fressen. Auch das Spiel sollte nicht übertrieben werden, da es dabei leicht zu Bissen und Kratzern kommen kann.

  • Wichtig ist es, sich Wissen über das jeweilige Haustier anzueignen und es artgerecht zu halten.

  • Bei Hunden ist es ganz wichtig, sie nie mit einem Kind allein zu lassen - Kinder werden von Hunden in der Regel nicht "höherrangig" in der Hierarchie akzeptiert. Auch sollten sie in Gegenwart von Hunden nicht schreiend herumtollen - das kann leicht den natürlichen Jagdtrieb des Hundes auslösen. Eine weitere Grundregel die für alle gilt: Niemals fremde Hunde streicheln!


Gerade jetzt, wo das Weihnachtsfest in greifbare Nähe rückt, sollten Eltern, Verwandte und Freunde von dem Gedanken Abstand nehmen, Tiere zu verschenken. Diese Überraschung wird nicht nur Freude hervorrufen - immerhin handelt es sich nicht um ein neues Spielzeug, sondern um ein Lebewesen, das man nicht einfach weglegen kann. Und die Meldungen, dass kurz nach WeihnachtenTierheime überfüllt sind oder Tiere gar ausgesetzt werden, sind traurig genug.

Quelle: KfV

 

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