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Mäntel für Hunde: Pro und Contra

Sinnlose Modeerscheinung oder Schutz vor Kälte?


21.02.2014


Hundemäntel; Bildquelle: iStock / CBCK-Christine
Mäntel, Pullover, T-Shirts und Halstücher sind seit einigen Jahren auch bei Hunden sehr in Mode. Man erhält sie in allen Farben und Formen und gerade bei kleinen Hunden werden sie gerne als Mode-Accessoire verwendet - nicht immer zur Freude der vierbeinigen Träger. Dabei können Hundemäntel sowohl für kleine als auch für große Hunde auch Vorteile bringen. Dies aber nur, wenn der Mantel passt, der Hund an das Tragen gewöhnt wurde und er sinnvoll eingesetzt wird, nämlich bei Hunden ohne die nötige Unterwolle sowie bei Hunden mit Problemen am Bewegungsapparat und kranken Hunden.

Hunde verbringen heutzutage die meiste Zeit gemeinsam mit uns in beheizten Räumen. Dadurch bilden sie nicht mehr so viel Unterwolle wie früher. Es gibt auch viele Rassen, die ursprünglich aus Gegenden stammen, wo es auch im Winter weit weniger abkühlt als in unseren Breiten. In der Regel können sich auch solche Hunde durch Bewegung ausreichend warm halten. "Wenn sie allerdings in langsamem Tempo an der Leine geführt werden, sehr jung oder sehr alt sind beziehungsweise öfter auch Pausen eingelegt werden, dann kann dies durchaus dazu führen, dass Hunde frieren." berichtet Sonja Weinand, Sprecherin des Vereins Pfotenhilfe. In solchen Fällen kann ein Mantel Abhilfe schaffen. Bei Hunden mit Problemen am Bewegungsapparat oder im Krankheitsfall verspannen sich die Muskeln in der Kälte noch mehr, weshalb es gerade für ältere oder kranke Hunde angenehm sein kann, wenn sie vor Kälte und Nässe durch einen Mantel geschützt werden.

Anfangs ist das Anziehen und Tragen eines Mantels für viele Hunde ungewohnt. Daher sollten sie nicht einfach in den Mantel gezwungen, sondern die ersten Male mit Leckerbissen durchgelockt werden. "Den meisten Hunden ist es angenehmer, wenn sie nicht mit den Pfoten hinein steigen müssen, sondern der Bauchteil mit Verschlüssen, wie ein Geschirr, links und rechts zugemacht werden kann." so Weinand. Hunden ist nicht wichtig, wie der Mantel aussieht, sondern dass sie durch ihn in ihrem Bewegungsablauf nicht eingeschränkt werden. Daher sollten die Vorderpfoten weit genug ausgeschnitten sein und der Mantel muss so angepasst werden, dass er auch im Traben und Laufen nicht verrutscht. Das Material sollte atmungsaktiv, wasserabweisend und innen mit Stoff oder Fleece gefüttert sein. Es gibt auch spezielle Mäntel, die die körpereigene Wärme reflektieren und damit zu einer schnelleren Muskelerwärmung führen.

Während auf rein modische Accessoires wie bedruckte T-Shirts oder Pullover verzichtet werden kann, können funktionale Mäntel also im Einzelfall durchaus ein Gewinn für Hunde sein.

Quelle: Pfotenhilfe, ots

 

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