Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Infos und Tipps zu einer gesunden Hunde-Ernährung

Antworten auf die häufigsten Fragen von Hundebesitzern


25.07.2013

Bildquelle: VKI
Rund 600.000 Hunde gibt es lt. der letzten Erhebung der Statistik Austria in
Österreich. Beim Verein für Konsumenten-information (VKI) landen immer wieder Anfragen von Hundebesitzern, was für eine gesunde Ernährung von Hunden zu beachten ist. VKI-Expertin Dr. Angela Tichy gibt Antwort auf einige der häufigsten Fragen:

Ist Trockenfutter ausreichend?
Trockenfutter ist nicht weniger gesund und nahrhaft als Feuchtfutter. Es ist aber ratsam, Hunde dennoch mit Feuchtfutter bekannt zu machen und ihnen generell verschiedene Produkte anzubieten. Damit erleichtert man bei einer eventuell notwendigen Diät oder Änderung des gewohnten Futters die Umstellung. Trockenfutter kann auch mit Wasser eingeweicht oder mit Feuchtfutter gemischt werden.

Wie kann ich meinen Hund auf anderes Futter umgewöhnen?
Ist der Hund vom "neuen", ungewohnten Futter nicht begeistert, kann man dieses Stück für Stück dem "alten", gewohnten untermischen und den Anteil dabei langsam erhöhen.

Steckt Tiermehl im Hundefutter?
Das kann der Fall sein. Fleischmehle sind hier aber besser als ihr Ruf. Für sie werden Körperteile von geschlachteten, warmblütigen und vom Tierarzt als genusstauglich gekennzeichneten Tieren getrocknet und vermahlen. Soweit technisch möglich, müssen sie frei von Haaren, Federn, Horn, Haut, Blut, Magen- und Darminhalt sein. Auch gegen die Verwendung von Knochenmehl spricht nichts: Das Kalzium aus Knochen kann vom tierischen Organismus besonders gut aufgenommen und verarbeitet werden. Tiermehl aus Kadavern oder aus Gehirn und Rückenmark ist tabu.

Kann auch mein Hund eine Nahrungsmittelunverträglichkeit haben?
Ja. Diese kann sich beispielsweise in Form von Juckreiz, Durchfall und Hautveränderungen äußern. Der Tierarzt kann feststellen, welche Futtermittel nicht vertragen werden und Alternativen empfehlen.

Kann man Essensreste geben?
Hier sollte man aufpassen - und das nicht nur wegen etwaiger Gewürze oder Zusatzstoffe. Manche Nahrungsmittel, die Menschen gut vertragen, dürfen Hunde nicht oder nur in geringen Mengen aufnehmen. Bitterschokolade enthält das für Hunde unverträgliche Theobromin, größere Mengen von Rosinen haben in der Vergangenheit zu Todesfällen geführt. Und Avocados enthalten das für Menschen ungiftige Persin, das jedoch für die meisten Tiere - auch Hunde - giftig ist.

Ist Selberkochen oder Fütterung mit roher Frischkost (Barfen) nicht besser?
Selberkochen bzw. die Fütterung von rohem Fleisch mit diversen Zutaten kann durchaus eine adäquate Ernährung darstellen - wenn es richtig gemacht wird (gegebenenfalls mit dem Tierarzt abstimmen). Die richtige Menge an Mineralstoffen spielt - insbesondere bei wachsenden Hunden - eine große Rolle. Rohes Fleisch muss von hygienisch einwandfreier Qualität sein. Von rohem Geflügel ist abzuraten, da der Hund dann Salmonellen ausscheiden und dadurch Kinder oder Personen mit schwachem Immunsystem gefährden kann.

Für die August-Ausgabe 2013 des Testmagazins KONSUMENT hat der VKI 25 Hunde-Trockenfutterprodukte getestet. Das Ergebnis finden Sie im Heft sowie unter www.konsument.at.

Quelle: VKI