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Baden mit dem Hund: Ein Sprung ins kühle Nass gefällt auch den meisten Hunden

Wasserscheue Hunde aber nicht zwangsbeglücken


25.07.2014

Bildquelle: VIER PFOTEN, Vivian Tan
Bei hohen Sommer-temperaturen vergönnen wir natürlich auch unseren vierbeinigen Lieblingen eine Abkühlung - nicht zuletzt, um sie vor Überhitzung zu schützen. Die meisten Hunde sind auch richtige Wasserratten und haben extremen Spaß am kühlen Nass. Manche lassen sich erst zu einem Bad motivieren, wenn man sie mit einem Ball oder Stöckchen, das man ins Wasser wirft, lockt. Es gibt aber auch solche Hunde, die selbst bei hohen Temperaturen Baden schlicht und einfach nicht mögen.

"Wasserscheue Hunde sollte man auf keinen Fall dazu nötigen, ins Wasser zu gehen", warnt Irina Fronescu von VIER PFOTEN. Manche brauchen einfach nur Zeit, um sich zu gewöhnen, aber durch - gut gemeinten - Zwang besteht die Gefahr, ihnen eine dauerhafte Angst vor Wasser einzujagen. "Wenn der Hund sich weigert, sollte man mit ihm im Schatten bleiben, um eine Überhitzung zu vermeiden", rät Fronescu. "Und natürlich ist prinzipiell zu bedenken, ob sich der eigene Hund, wenn er nicht ins Wasser geht, überhaupt auf einem Badestrand wohl fühlt."

Bei kühlen Temperaturen und vor allem bei kühlem Wind ist es sinnvoll, den Hund nach dem Bad mit einem Handtuch abzutrocknen, damit er sich nicht erkältet. Gegen die Sonne ist das Hundefell prinzipiell ein guter Schutz. Allerdings kann man das Fell langhaariger Hunde durchaus ein paar Zentimeter kürzen, da sie sehr unter der Hitze leiden. Vorsicht: Das Fell sollte nicht geschoren, sondern wirklich nur getrimmt werden! Denn Hunde können sehr wohl auch einen Sonnenbrand und selbst einen Sonnenstich bekommen; besonders helle Hauttypen (mit rosa Nasen und Ohren) und sehr kurzhaarige Tiere haben Schutz nötig. Dabei verwendet man idealerweise eine unparfümierte Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (erhältlich in Apotheken oder Drogerien).

Wie auch beim Menschen ist es bei Hitze sehr wichtig, dass der Hund ausreichend trinkt. Trinkwasser muss immer zur Verfügung sein. "Bei einem Badetag am Meer sollten Hundebesitzer auch darauf achten, dass ihr Liebling nicht zu viel Salzwasser schluckt - das kann Durchfall verursachen", erklärt Irina Fronescu. Vorsicht ist auch vor Muscheln und Glasscherben geboten, die oft an Stränden liegen und zur Gefahr für Hundepfoten werden können.

Wer mit seinem Hund Urlaub im Süden macht, ist prinzipiell gut beraten, in der Nebensaison zu fahren. Einerseits ist dann das Klima milder, andererseits gibt es mehr Strände, an denen auch Hunde ins Wasser dürfen. "Um Enttäuschungen zu vermeiden, unbedingt Informationen einholen, bevor man in den Urlaub aufbricht", rät Fronescu. Das gilt selbstverständlich auch für heimische Strände, an denen auch zu einem großen Teil Hundeverbot herrscht.

Um für ein reibungsloses Miteinander von Tier und Mensch auch am Strand zu sorgen, empfiehlt VIER PFOTEN, auf die anderen Badenden Rücksicht zu nehmen. "Es liegt in der Verantwortung des Besitzers dafür zu sorgen, dass sein Hund nicht einfach über andere Badetücher läuft. Nach dem Baden, wenn sich der Hund schüttelt, sollte der Besitzer seinen Hund rechtzeitig außer Reichweite der anderen Badenden gebracht haben. Wenn ich mein Tier hingegen nicht unter Kontrolle habe, sollte ich nicht mit ihm auf belebten Stränden baden gehen - das sorgt zu Recht für Ärger", sagt Fronescu abschließend.

Quelle: Vier Pfoten