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Mit dem Hund auf Urlaub - Infos und Tipps

Von der Wahl des richtigen Verkehrsmittels bis zu Tipps für unterwegs


17.05.2011

Bildquelle: aboutpixel.de / Urlaub © HB1111
Wer sich auch im Urlaub nicht von seinem Hund trennen möchte, sollte die Reise gut vorbereiten. "Berücksichtigt man als Hundebesitzer die Bestimmungen der Reiseländer und die Bedürfnisse seines Tieres, steht einem stressfreien Hundeurlaub nichts im Wege", weiß ÖAMTC-Expertin Silvie Bergant. Zu beachten ist, dass es in verschiedenen Ländern höchst unterschiedliche Einreisebestimmungen für Haustiere geben kann. Im EU-Raum prinzipiell mitgeführt werden muss der EU-Heimtierausweis, der belegt, dass das Tier gegen Tollwut geimpft wurde und mit einem Mikrochip gekennzeichnet ist. "Auf diese Weise können auch entlaufene oder zurückgelassene Tiere leichter identifiziert und zurückgebracht werden", erklärt die Touristikerin.

Allerdings machen zahlreiche Sonderbestimmungen einzelner Länder die Urlaubsplanung oft zu einer Herausforderung. "Beispielsweise können Irland, Island, Großbritannien, Schweden, Norwegen, Finnland oder Malta zusätzliche Auflagen wie Bluttests, Zecken- oder Bandwurmbehandlungen fordern", weiß Bergant. Entsprechend sollte sich, wer mit dem Auto unterwegs ist, nicht nur über die Bestimmungen des Urlaubsziels informieren, sondern auch die der Durchreiseländer kennen.

"Wenn man seinen Hund in den Urlaub mitnehmen will, sollte man sich bei der Wahl des Verkehrsmittels nach Möglichkeit an den Bedürfnissen des Vierbeiners orientieren", rät die ÖAMTC-Expertin. Vorzugsweise ist die Reise demnach mit dem Auto anzutreten, da so die für Mensch und Tier dringend notwendigen Pausen individuell eingelegt werden können. Bei Unterbrechungen der Fahrt sollte dem Hund genügend Auslauf geboten werden - natürlich stets mit Vorsicht im Hinblick auf den Straßenverkehr. Wichtig ist auch die Sicherung des Tieres. Die größte Sicherheit bieten Hundereiseboxen, es gibt aber auch die Möglichkeit eines speziellen Sicherheitsgurtes, der am Brustgeschirr befestigt werden kann. "Man darf auch nicht vergessen, dass Hunde im Gegensatz zu Menschen nicht schwitzen. Daher ist Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung unbedingt nötig, um einen Hitzeschock zu vermeiden", so die ÖAMTC-Expertin. Dass der vierbeinige Freund niemals, auch nicht für kurze Zeit, allein im Auto zurückgelassen werden darf, sollte sich für Hundeliebhaber von selbst verstehen.

Die - im Sinne des Hundes - wohl beste Alternative zum Auto stellen Bahnreisen dar. "Hier ist es gut, den Hund bereits vorab mit kurzen Zugfahrten an die ungewohnte Umgebung zu gewöhnen", rät die Club-Touristikerin. Wie bei einer längeren Autofahrt sollte man auf ausreichenden Wasservorrat achten. Eine Rückzugsmöglichkeit wie das eigene Körbchen macht die anstrengende Fahrt für den Hund um einiges erträglicher.
 
Wenn man das Flugzeug als Verkehrsmittel ins Auge fasst, sollte man sich laut Bergant bewusst sein, dass Flüge für Hunde allgemein besonders großen Stress bedeuten.

"Bei einer Reise mit Eisenbahn, Flugzeug oder Schiff muss auch bedacht werden, dass es unter Umständen besondere Transportvorschriften gibt, die man bei der jeweiligen Gesellschaft erfragen kann", erklärt die ÖAMTC-Touristikerin.
 
Was sollte man noch beachten?
 

  • Der Hund ist ein Gewohnheitstier: Nicht nur der eigene Wasser- und Fressnapf sowie das Körbchen sollten unbedingt dabei sein, auch eine Nahrungsumstellung kann Probleme mit sich bringen. Daher darf ein Vorrat des üblichen Futters nicht fehlen.

  • Reiseapotheke: Heilsalbe für rissige Pfoten und Zeckenzange gehören zur Standardausstattung. "Zusätzlich gibt es auch spezielle Beruhigungsmittel für anstrengende Reisen", weiß Bergant.

  • Nach Ankunft am Urlaubsziel: Wünschenswert ist eine möglichst langsame Gewöhnung des Hundes an die neue Umgebung. Empfehlenswert dafür sind ausgedehnte Spaziergänge, allein sollte man das Tier zu Beginn überhaupt nicht lassen.

  • Körpereigene Klimaanlage: Das Hundefell bietet seinem Träger nicht nur Schutz vor Kälte, sondern dient auch der Hitzeabschirmung. Den Vierbeiner zu scheren, damit ihm nicht zu heiß wird, sollte daher tunlichst unterlassen werden. Zusätzlich ist ein schattiger Platz und ausreichend Trinkwasser bei einem Strandbesuch Pflicht. "Übrigens können auch Hunde einen Sonnenbrand bekommen - dagegen hilft ein wenig Sonnencreme auf der besonders empfindlichen Nase", so die ÖAMTC-Expertin.

Details zu Einreisebestimmungen und Tipps für die Reise mit Tieren finden Sie auch unter www.oeamtc.at/reise.

 

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