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Knochen beim Grillen nicht an den Hund füttern

Größere Knochen können für Hunde lebensbedrohlich werden

30.04.2008

Der Geruch von saftigen Steaks und Grillwürsten zieht wieder durch die Gärten. Des einen Freud, des anderen Leid. Denn damit mehren sich zeitgleich in den Tierarztpraxen die Notfälle: Besonders nach schönen Wochenenden werden montags Hunde mit massivem Erbrechen, Durchfällen und Verstopfungen vorbeigebracht. Tierärztin Dr. Tina Hölscher von der aktion tier e.V. warnt: Das Verfüttern von Grillresten insbesondere mit Knochenanteilen kann für Hunde lebensbedrohlich werden.

Knochensplitter durchbohren Darmwände wie Nadeln Gummischläuche. Futterpartikel gelangen damit in die Bauchhöhle und führen zu dramatischen Entzündungen. Größere Knochenmengen verstopfen den Darm und verhindern eine Passage des Futterbreis. Der Hund kann keinen Kot mehr absetzen.

Erwischt der Vierbeiner doch einmal gefährliche Kost, kann der Tierarzt noch ein bis zwei Stunden nach der Futteraufnahme den Hund durch eine Spritze zum Erbrechen bringen. Auf diese Weise kam bei einem Riesenschnauzer der Knochen einer kompletten Schweinehaxe wieder zum Vorschein, und das am Stück! Das wäre nach hinten raus nicht gut gegangen, berichtet Frau Dr. Hölscher von einem Fall.

Hat der Hund aufgrund von Verstopfungen Probleme mit dem Kotabsatz, kann in Zweifelsfällen ein Esslöffel pflanzliches Öl auf zehn Kilogramm Körpergewicht verabreicht werden. Kommt aber auch noch Erbrechen hinzu, muss der Tierhalter spätestens dann einen Tierarzt aufsuchen.

Die beste Vorbeugung ist, auf die Verfütterung von Knochen komplett zu verzichten, vor allem, wenn der Hund bis dato kaum Knochen bekommen hat, so das Resümee der aktion tier - Veterinärin.

Quelle: aktion tier


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