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Infos und Tipps: Fellwechsel bei Haustieren

Bürsten und richtige Ernährung erleichtern den Verlust des Winterfells.


04.03.2015

Bildquelle: PFOTENHILFE / S.Muellner
Mit dem Ansteigen der Außentemperaturen beginnt bei Tieren wie Hunden, Katzen, aber auch Kaninchen und Co. jetzt wieder der Fellwechsel. Dieser passiert im Normalfall zweimal jährlich. Dabei verändern sich die Eigenschaften und Farbe des Fells, in erster Linie um den Wärmehaushalt der Tiere zu regulieren. Tiere, die in Wohnungen gehalten werden, beginnen bereits jetzt damit ihr Winterfell zu verlieren und es wächst ein neues, weniger dichtes Fell nach.

Bei Hunden und Katzen ist die Felldichte abhängig von der Rasse und vom Alter des Tieres. Generell gilt: je weicher das Haar, desto dichter das Fell. Der Zeitpunkt des Haarwechsels wird von der Tageslichtdauer und der Temperatur beeinflusst. "Da wir in Wohnungen die Wärme regulieren und diese übers ganze Jahr ziemlich konstant halten, kann dies den Fellwechsel von Wohnungstieren beeinflussen. So kommt es bei diesen Tieren oft zu einem permanenten Fellwechsel." weiß Sascha Sautner, Sprecher der Pfotenhilfe. In der Regel dauert der Haarwechsel zwischen sechs und sieben Wochen. Bei Jungtieren vollzieht sich dieser meist wesentlich rascher als bei älteren und fällt im Frühjahr meist intensiver aus, als im Herbst. Grund dafür ist, dass das Winterfell wesentlich dichter ist.

Um dem Tier den Fellwechsel zu erleichtern, aber auch die Wohnung sauberer zu halten, ist anzuraten, das Tier in dieser Zeit regelmäßig zu bürsten. Während des Fellwechsels kann es vor allem bei Katzen zu Haarballenbildung kommen, weil die Tiere sie beim Reinigen ihres Fells verschlucken. Haarballen können für Katzen unter Umständen eine gesundheitliche Bedrohung darstellen. "Wir empfehlen, als Vorsorge eine Nahrung zu wählen, die der Ballenbildung entgegenwirkt. Viele Katzenfutterhersteller bieten dieses Spezialfutter an." so Sautner. Zusätzlich kann man den Samtpfoten auch frisches Katzengras oder Malzpaste anbieten. Beides wirkt förderlich beim Herausspeien und ist gut für die Verdauung der Tiere.

Auch Pferde wechseln das Fell, vor allem wenn sie die meiste Zeit im Freien verbringen. Während des Haarwechsels kann ihr Fell stumpf wirken und manche Pferde verlieren dann sogar an Gewicht. Außerdem ist das Immunsystem in dieser Zeit oft geschwächt. "Füttern Sie also eine Extraportion Vitamine in Form von frischem Obst und Gemüse zu. Ein Schuss kaltgepresstes Leinöl unterstützt die Bildung neuer Haare und sorgt für gesunde Haut." erklärt Sautner.

Kaninchen wechseln ebenfalls ihr Fell, viele haaren allerdings das ganze Jahr über. Im Frühling und Herbst können dann ganze Haarbüschel auf einmal ausfallen. Da sich auch Kaninchen die ausgefallenen Haare vom Fell putzen, gelangen diese in den Darm und es kann zu Verstopfungen kommen. Um den Haarwechsel zu erleichtern, sollten Kaninchenhalter besonders langhaarige Tiere täglich bürsten und eventuelle Verknotungen aus dem Fell schneiden. "Kaninchen sollten hauptsächlich mit Gras und Heu, Grünfutter, Obst und Gemüse ernährt werden. Für leichtere Verdauung helfen Malzpaste oder ein kleines Stück Kiwi." fügt Sautner hinzu.

Quelle: Verein Pfotenhilfe