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Chip für Hund und Katze

Einheitliche Registrierungs-Datenbank soll kommen

20.03.2006

Wer bei Reisen in ein EU-Land seinen vierbeinigen Liebling mitnehmen möchte, braucht dafür einen EU-Heimtierpass. Dafür müssen Hund und Katze mit elektronischen Chips gekennzeichnet werden. In Österreich sollte es eigentlich schon seit über einem Jahr - seit dem Inkrafttreten des neuen Tierschutzgesetzes - eine generelle Kennzeichnungspflicht geben, aber das scheitert bisher am Fehlen einer einheitlichen Datenbank.

Keine Registrierungsbestätigung erhalten
Da Frau H. im Sommer des Vorjahrs mit ihrem Hund grenzüberschreitend verreisen wollte, ließ sie dem Tier am 9. Juni in der Wiener Veterinäruniversität einen Mikrochip implantieren. Der dort amtierende Tierarzt gab ihr den Rat, sich beim Haustierzentralregister - dem Animal Control System, kurz ACS - zu melden, falls sie innerhalb von vier Wochen keine schriftliche Registrierungsbestätigung erhalten würde. Als es tatsächlich so kam, schickte Frau H. eine Email. Antwort gab es aber keine, worauf sie es drei Wochen später erneut probierte. Wieder ohne jegliche Reaktion. Worauf es die Hundebesitzerin ein paar weitere Wochen später telefonisch versuchte: "Die Dame am Telefon sagte, sie hat noch keine Unterlagen bekommen von der Veterinär-Uni und ich soll das faxen." Aber auch die Fax-Nachricht blieb ohne Antwort. Also folgte ein abermaliges Telefonat. Wieder ohne Ergebnis. Als Frau H. der ACS schließlich einen "eingeschrieben" Brief schickte, wurde zwar dessen Einlangen bestätigt und die Übersendung der Bestätigung versprochen, aber gekommen ist nichts.

EU-Heimtierpass
Anfang März, also ein dreiviertel Jahr nach der Hundechipimplantierung, wandte sich Frau H. an HELP. Uns teilte die ACS mit, dass der Hund seit 7. August 2005 im Verzeichnis registriert sei. Warum die Tierbesitzerin die Registrierungsbetätigung erst nach der Help-Anfrage erhielt, konnte man uns nicht erklären. Aber auch über den Einzelfall hinaus gibt es bei der Heimtierchippung noch einge Unklarheiten. Fest steht, dass nach einer EU-Verordnung seit 3. Juli 2004 für Hunde und Katzen, die in ein EU-Land mitgenommen werden, ein so genannter EU-Heimtierpass vorgewiesen werden muss. Als Pass-Kennnummer dient die Nummer des implantierten Mikrochips, oder eine Tätowierungsnummer.

Ende des Jahres gibt es eine einheitliche Datenbank
In Österreich entschloss man sich zu einer generellen Kennzeichnungspflicht und die sollte mit dem vor mehr als einem Jahr in Kraft getretenen Tierschutzgesetztes kommen. Es ist aber immer noch nicht so weit, was die Leiterin der dafür zuständigen Abteilung im Gesundheitsministerium, Elisabeth Reisp-Pöchhacker, so begründet: "Die Vorarbeiten für diese Verordnung sind noch im Gange, nämlich deshalb weil wir wirklich kostengünstig und absolut sicher, eine österreichweite Datenbank installieren wollen und eigentlich nicht wollen, dass wir verschiedene Firmen haben, die immer wieder entweder in Konkurs gehen oder nicht für österreichweite Chippung verantwortlich sein können."

Ende dieses Jahres soll es aber dann doch eine einheitliche Datenbank geben, zeigt sich Elisabeth Reisp-Pöchhacker zuversichtlich und meint auch: "Meines Erachtens können, wenn die Leute das wollen, die Tiere ohne weiteres gechippt werden, es besteht nur derzeit keine Verpflichtung dazu, wenn die Tiere in Österreich bleiben." Und abschließend verspricht die Ministeriumsexpertin noch: "Erfasste Daten von Tieren, die bisher gechippt wurden, werden mit Sicherheit in die neue Datenbank übertragen werden können."

Quelle: help.orf.at

 

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