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Zwanghaftes Verhalten : Die Übergänge sind fließend

Gezielte Therapien können Betroffenen helfen

08.11.2007

Wenn Sie die Krimiserie "Monk" kennen, wissen Sie, dass Adrian Monk unter vielen verschiedenen Zwängen leidet. Millimetergenau muss sein Geschirr im Küchenschrank stehen und er kann keinem Menschen die Hand geben, ohne danach seine Hand sofort zu säubern. Was im Fernsehen witzig aussieht, ist im täglichen Leben für jene Menschen, die unter zwanghaftem Verhalten leiden, eine Qual.

Chefredakteur Harald Mandl, vom Internetportal "GesundheitPro.de", erklärt, wie man normales von zwanghaftem Verhalten unterscheidet: "Die Übergänge sind fließend. Jeder Mensch muss sich gewissen Zwängen unterwerfen, täglich duschen, Kleider wechseln,  zu bestimmten Zeiten aufstehen, um eben pünktlich bei der Arbeit oder in der Schule zu sein. Diese Zwänge braucht man, um den Alltag zu bewältigen. Wenn aber jetzt zwanghaftes Verhalten vom üblichen Verhalten abweicht und der Betroffene im alltäglichen Leben behindert und eingeengt wird, dann spricht man von einer Störung oder Erkrankung."

Wie äußert sich so ein zwanghaftes Verhalten?

Zwanghaftigkeit äußert sich in Form von sich immer wieder aufdrängenden, aber als unsinnig erkannten Gedanken. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Zum Beispiel: Morgens werden Stecker sämtlicher elektrischer Geräte aus den Steckdosen gezogen. Es wird mehrmals nachgeschaut, ob der Herd ausgeschaltet ist. Nach dem Verlassen der Wohnung treten dann trotzdem Zweifel auf, ob noch irgendetwas unerledigt geblieben ist und man noch einmal zurück muss - und alles wird wieder mehrmals überprüft. Natürlich wissen die Betroffenen, dass es unsinnig ist, aber sie müssen diese Handlungen immer wieder ausführen, da sie sonst Angstzustände bekommen.

Dieses zwanghafte Verhalten beeinträchtigt auf Dauer ganz erheblich das Privat- und Berufsleben. Wie aber kann man diesem zwanghaften Verhalten wieder entkommen? "Je früher die Behandlung eintritt, zum Beispiel eine Verhaltenstherapie und wenn nötig auch Medikamente, desto größer ist auch der Erfolg. Das bedeutet aber nicht, dass die Patienten dann ganz ohne Zwänge leben können. Aber sie schaffen es, besser im Beruf klarzukommen und im Privatleben nicht ständig anzuecken", erklärt Harald Mandl.

Quellen: news aktuell

 

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