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Zeckenimpfaktion : Impfstoff in Apotheke verbilligt

Ohne Impfung kann ein Zeckenbiss böse Folgen haben

17.04.2008

Aufklärung ist die beste Vorbeugung - das gilt auch für den Zeckenschutz. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass zu den bekannten Infektionsorten immer neue hinzukommen. Ungeimpfte gehen daher ein großes Risiko ein. Durch eine konsequente Durchimpfung mit dem hochwirksamen FSME-Impfstoff konnten allein in den Jahren 2000 bis 2006 rund 2.800 FSME-Erkrankungen verhindert werden.

Zecken sind Parasiten, die für uns Menschen sehr gefährlich werden können. Sie lauern ihren Opfern vorzugsweise in Wäldern, Gärten und Parks auf. Wer von einem Zeck "gebissen" wird, läuft Gefahr, an Gehirnentzündung zu erkranken. FSME wird durch Viren übertragen und greift das Zentralnervensystem (ZNS) an. Folgen sind: Grippeartige Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen und Kopfweh und im schlimmsten Fall eine Entzündung der Gehirnhaut und des Gehirns sowie des Rückenmarks. Für zwei Prozent der Erkrankten verläuft die Krankheit tödlich. Nur die Impfung schützt davor.

Im vergangenen Jahr wurde zwar ein erfreulicher Tiefstand von 46 Erkrankungen registriert, der aber auf die typischen jährlichen Schwankungen, die hohe Durchimpfungsrate sowie auf die wirksame FSME-Impfung zurückzuführen ist. Die jährlich vom Pharmakonzern Baxter beauftragte Studie des Instituts GfK Austria zeigt jedoch, dass die Aufklärung nicht stoppen darf: Ein Großteil der österreichischen Bevölkerung fühlt sich zwar sehr gut (33 Prozent) bis gut (54 Prozent) über die FSME-Impfung informiert, in der Zielgruppe von 20 bis 40 liegt der subjektive Informationsstand mit durchschnittlich 20 Prozent jedoch weit unter dem Gesamtergebnis. Wissenslücken zeigt die junge Generation auch bei der Frage nach dem Risiko, in Österreich von einer Zecke gestochen zu werden. Die ältere Generation "50 plus" zeigt sich hier wesentlich informierter.

Hohes Infektionsrisiko ohne Impfung

12 Prozent der österreichischen Bevölkerung - das entspricht rund einer Million Menschen - ist überzeugt, dass man sich durch eine einzige Impfung nach einem Zeckenstich vor FSME schützen kann. Ein fataler Irrtum, der schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann und dringend ausgeräumt werden muss. Auch Vorsorge-Impflinge halten sich nicht an das empfohlene Impfschema. Insgesamt 27 Prozent der FSME-Impflinge haben im vergangenen Jahr die letzten beiden Auffrischungsimpfungen im Abstand von 6 Jahren und mehr durchgeführt. Das lässt sich auch darauf zurückführen, dass 55 Prozent der Bevölkerung nicht weiß, wann die nächste Impfung fällig ist.

Für die Grundimmunisierung lautet das Schema folgendermaßen: Die erste Impfung möglichst noch in der kalten Jahreszeit. Die zweite Impfung sollte einen Monat danach erfolgen, die dritte Impfung ein Jahr darauf. Eine Auffrischungsimpfung ist bis zum 60. Lebensjahr alle 5 Jahre, danach alle 3 Jahre notwendig.

Zeckenschutz-Impfaktion bis 31. Juli 2008

Den Impfstoff gibt es bis 31. Juli 2008 in allen öffentlichen Apotheken zu einem stark vergünstigten Preis. Der FSME-Impfstoff ist während des Aktionszeitraums sowohl für Kinder als auch für Erwachsene um über ein Drittel preisgünstiger. Der Impfstoff für Erwachsene kostet in dieser Zeit 25,90 Euro, der Impfstoff für Kinder 21,40 Euro.

Quelle: ÖAK

 

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