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Im Frühjahr steigt wieder die Zeckengefahr.

Der beste Zeitpunkt für eine Auffrischungsimpfung ist zu Saisonbeginn.


30.03.2017

Zecken; Bildquelle: zecken.de
Wenn uns die wärmenden Sonnenstrahlen wieder ins Freie ziehen, wird man im eigenen Garten oder in der freien Natur leider schon von einem der ältesten Parasiten erwartet: der Zecke. Zecken können beim Blutsaugen gefährliche Krankheitserreger übertragen, allen voran das FSME-(Frühsommer- Meningoenzephalitis-)Virus und Borrelien. Vorsorge ist daher wichtig!

Bereits ab sieben Grad Celsius erwachen die Zecken aus ihrer Kältestarre und gehen auf die Suche nach frischem Blut. In Hecken, Wiesen und Büschen warten rund sieben unterschiedliche Zeckenarten auf ihre Opfer. Mittlerweile muss man mit Zeckenstichen bereits von circa Februar bis Oktober rechnen, bei milder Witterung sogar ganzjährig.

Zecken können bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen, darunter Borreliose-Bakterien oder auch FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Viren. FSME ist eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems. Nach zunächst grippeähnlichen Symptomen kommt es bei rund 50 Prozent der Betroffenen zu einer Entzündung der Hirnhaut, bei circa 40 Prozent zusätzlich zur Entzündung des Gehirns. Einige tragen schwere gesundheitliche Folgen mit dauerhaften Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen oder Atemschwäche davon.

Eine FSME-Impfung kann davor bewahren, nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken. Leider gibt es bei einer FSME-Infektion keine die Ursachen behandelnde Therapie. Ist die Krankheit erst mal ausgebrochen, lassen sich nur die Symptome mildern, der Krankheitsverlauf aber nicht beeinflussen. Mit der FSME-Impfung gibt es aber den großen Vorteil, dass man gut vorsorgen kann, sodass es gar nicht erst zur Erkrankung kommt. Nach der Grundimmunisierung, die aus drei Teilimpfungen besteht, wird die erste Auffrischung nach drei Jahren verabreicht. Danach frischt man bis zum vollendeten 60. Lebensjahr alle 5 Jahre, ab dem vollendeten 60. Lebensjahr alle 3 Jahre auf. Der beste Zeitpunkt für die Auffrischungsimpfung ist zu Saisonbeginn, also jetzt.

Besonders gefährdet, von einer Zecke gestochen zu werden, sind Menschen, die sich viel im Grünen aufhalten, sei es beruflich oder als Freizeitaktivität. Eine umfassende Vorsorge ist daher unbedingt notwendig. Geschlossenes Schuhwerk, lange Hose und Hemd so tragen, dass möglichst viel Haut abgedeckt ist, und am besten den Hosensaum in die Socken stecken. Gut zu erkennen sind die schwarzbraunen Spinnentiere auf heller Kleidung, sodass man sie schnell entfernen kann. Unterstützende Zeckenabwehr können auch Duftstoffe, sogenannte Repellents, sein. Dass sich die Zecke auf den Körper setzt oder sogar sticht, bleibt in der Regel aufgrund eines betäubenden Sekrets, das der Parasit in die Haut injiziert, unbemerkt. Daher ist es wichtig, seinen Körper und gegebenenfalls sein Haustier nach dem Aufenthalt in der Natur nach Zecken abzusuchen.

Wenn eine Zecke doch den Weg auf die Haut gefunden und zugestochen hat, sollte diese möglichst schnell entfernt werden. Spezielle Zeckenkarten oder Pinzetten kann man in der Apotheke oder im Drogeriemarkt kaufen. Beim Herausziehen ist darauf zu achten, dass die Zecke nicht zerquetscht wird und das Stechorgan, das häufig im Volksmund fälschlicherweise als "Kopf" bezeichnet wird, mit herausgezogen wird. Die Wunde sollte nach dem Entfernen der Zecke auf jeden Fall desinfiziert werden, um weitere Infektionen zu vermeiden. Ist der Stechapparat stecken geblieben, wird dieser in der Regel nach einiger Zeit wieder von der Haut abgestoßen. Die Einstichstelle aber sollte in den nächsten Wochen weiter beobachtet werden. Bei Schwellungen oder Rötungen sowie grippeähnlichen Symptomen ist sofort der Arzt zu konsultieren.

Quelle: zecken.de