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Zappelphilipp

Auch viele Erwachsene leiden unter Hyperaktivität

Wissenschaftler in den USA waren die ersten, die aufgrund von Langzeitstudien zu der Erkenntnis kamen, dass Symptome für Hyperaktivität, wie z.B. Unruhe, verminderte Aufmerksamkeit und starke Impulsivität, auch im Erwachsenenalter auftreten und eine ernstzunehmende Krankheit darstellen. Die europäischen Länder hinken bei der Erforschung des "Zappelphilipp-Syndroms" bei Erwachsenen noch hinterher. In Deutschland wurden die Symptome der Krankheit bislang nur für Kinder und Jugendliche festgelegt und beschrieben. Angepasste Kriterien für Auffälligkeiten bei Erwachsenen existieren nicht. Viele Betroffene wurden bisher aufgrund von falschen Diagnosen nur unzureichend behandelt, sagt eine Untersuchung der Universität Köln.

Dadurch wird eine Diagnose der Störung im Erwachsenenalter erheblich erschwert. Betroffene Kinder fallen in erster Linie durch ihre Überaktivität, wildes Umherlaufen und übertriebenes Getobe auf. Im Erwachsenenalter hingegen zeugen innere Unruhe und Ratlosigkeit von möglicher Hyperaktivität. Die Betroffenen sehen ihren Mangel an Entspannungsfähigkeit als Belastung an und meiden bewusst Situationen, die Ruhe und Zurückhaltung erfordern.

Als Hauptproblem geben die meisten erwachsenen Betroffenen ihre Unaufmerksamkeit an. Zu den typischen Beschwerden zählen Vergesslichkeit, Unordnung und mangelnde Organisationsfähigkeit. Das ist ein Hinweis darauf, dass sich Aufmerksamkeitsstörungen bei Erwachsenen auch in solchen Symptomen äußern können, die überhaupt erst im Zusammenhang des Älterwerdens entstehen. Erwachsen zu werden bedeutet nicht zuletzt, zukunftsorientierter zu denken, Verantwortung zu übernehmen und Selbstdisziplin zu üben. Diese Eigenschaften fallen hyperaktiven Erwachsenen meist sehr schwer. Verglichen mit gesunden Menschen sind sie häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt, haben instabilere Ehen und leiden unter sozialen Anpassungsstörungen.

Quelle: pte