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Yoga bedeutet Eins werden mit allem

Yoga ist für jeden - ob sportlich oder unsportlich - geeignet

10.09.2007

Viele halten Yoga für einen sportlichen Fitnesstrend. Dass es - richtig betrieben - zu einer völlig neuen Lebenseinstellung führt und sogar glücklich macht, erklärt uns Dr. Patrick Broome, Psychologe und Yogalehrer.

Du wächst aus Dir selbst, Deinem Ego und Deinen Schmerzen heraus und befreist Deine Seele, sagt Dr. Patrick Broome über Jivamukti-Yoga. Ihm gehört das erste europäische Zentrum für Jivamukti-Yoga, das durch Madonna und deren Guru David Life (auch Broomes Lehrer) berühmt wurde.

Was ist eigentlich Yoga?
Yoga ist eine 4000 Jahre alte indische Philosophie und eine Lebenseinstellung. Es ist aber auch die körperliche Ertüchtigung, die einem ermöglicht, seinen Körper unter Kontrolle, weich und entspannt zu gestalten. Das ganze Schwitzen, Dehnen, Ziehen powert einen absolut aus. Und zwar als Vorbereitung zur Meditation. Um eine Zeit still und geerdet sitzen zu können. Damit man sich eine Zeit lang nicht mehr so mit sich selbst beschäftigen muss, mit Zipperlein oder Schmerzen. Yoga ist Eins werden mit allem. Das Erkennen von allem in allem. Du wächst aus Dir selbst, Deinem Ego und Deinen Schmerzen heraus und befreist Deine Seele.

Wie und wie lange sollte man also nach dem Yoga meditieren?
Die Wirbelsäule muss beim Meditieren lange, gerade und aufgerichtet sein. Der Yogi sitzt im Lotos-Sitz, aber nicht, weil es so schön weh tut, sondern weil die Inder das Bodensitzen gewöhnt sind und auf diese Art nicht umfallen. Europäer oder Amerikaner dürfen sich aber auch auf einen Stuhl setzen. Aber sitzen muss man, sonst schläft man ein. Man konzentriert sich am besten auf seinen Atem und geht in sich. 10 Minuten sind OK. Das zwei bis dreimal die Woche wird Dein Leben komplett ändern. Und man sollte die ersten drei Mal durchhalten.

Was genau ist nun Jivamukti-Yoga?
Das Wort Jivamukti setzt sich zusammen aus Jiva, die Seele und Mukti, die Befreiung. Die Befreiung der Seele wird erstrebt. Erarbeitet haben es Sharon Gannon und David Life in New York. Sie kommen aus der traditionellen Sivananda-Tradition und dem sportlichen Ashtanga. Wir beginnen unsere Stunden mit einem gemeinsamen "Aaaauuuuhm" oder "Ohm". Das ist wie ein Radiergummi, durch die Vibrationen wird der Körper so richtig durchgeschüttelt. Ich lese in den Stunden auch die alten Schriften der Rishis, der Weisen, vor, um die Inhalte besser verständlich zu machen. Es gibt anfangs einen sehr sportlichen, danach einen meditativen Teil. Am Ende steht die absolute Entspannung.

Wieso macht Yoga die Menschen glücklich?
Es gibt einen Verhaltenskodex, den man durch Yoga übernimmt, der Yogi Patanjali hat das alles aufgeschrieben. Gewisse Verhaltensregeln sich und anderen gegenüber. Ein guter Yogi tut keinen anderen Wesen weh, ich zum Beispiel lebe vegan. Der Buddhismus ist aus diesem Ideengut entstanden. Dann erst kommt die Körperübung, die Übung die Sinne nach Innen zu ziehen, die Konzentration und der Zustand des konzentrierten Fließens und am Schluss kommt Samadi, der Zustand der Glückseligkeit.

Kann jeder Yoga machen?
Jeder. Man arbeitet mit dem Atem, und die meisten Sportverletzungen entstehen durch das falsche Atmen und das Luft anhalten. Am Anfang ist viel Power im Spiel, am Ende kommt der meditative Teil. Aber immer spielt der Atem die Hauptrolle. Man atmet tief und laut wie Darth Vader. Dadurch, dass man so mit dem Atmen beschäftigt ist, hat man kaum noch Zeit, etwas anderes zu denken. So kommt man auch zur Befreiung der Seele: Dazu muss man das Ego ausschalten. Falls es keine Jivamukti-Workshops in der Nähe gibt und man nicht zur Schule nach New York kommt, kann man auch jedes andere Yoga machen, z.B. mit dem Buch "Power Yoga" von Nadja Palmers. Man sollte unbedingt verschiedene Stile ausprobieren und drei Stunden durchhalten, also nicht gleich aufgeben.

Noch ein wichtiger Tipp: Nur bei einem Lehrer, bei dem Ihr Euch wohlfühlt.

Quelle: jivamukti-münchen

 

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