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Tipps für den Umgang mit Wespen

Wichtig: Ruhe bewahren


17.08.2011

Bildquelle: m.holzer 'die umweltberatung'
Sie sind verlässliche Begleit-erscheinungen des Sommers und jetzt im August besonders aktiv: die Wespen. Bei AllergikerInnen ist höchste Vorsicht geboten, für gesunde Menschen sind die Wespen allerdings ein eher harmloses Ärgernis. "die umweltberatung" rät, vor allem Ruhe zu bewahren und gibt Tipps, wie man die "ungebetenen Gäste“ vom Frühstückstisch gefahrlos vertreiben kann.

In Österreich leben neun soziale Faltenwespenarten. Davon fallen nur zwei als "lästig" auf, weil sie sich von süßen Speisen und Getränken angezogen fühlen: Die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Diese bauen Nester unterirdisch im Boden (Bodenwespen) oder in dunklen Hohlräumen wie z.B. Rollladenkästen. Wer also am Haus oder in einem Busch ein gut sichtbares, frei hängendes, meist kugeliges Wespennest findet, hat es wahrscheinlich mit einem der sieben friedfertigen und harmlosen Wespenvölker zu tun und kann sich über fleißige Fliegen- und Gelsenjäger freuen. Am häufigsten nistet die "Sächsische Wespe" in der Nähe von menschlichen Siedlungen. Sie ernährt sich von Fliegen und anderen Insekten und ist an Süßspeisen wenig interessiert. Feldwespen, die auch oft in Gärten vorkommen, haben einen hohen Schwarzanteil in der Färbung. Das auffälligste Merkmal sind die beim Flug nach unten hängenden, langen Beine. Der Stachel der Feldwespe kann die menschliche Haut praktisch nicht durchdringen.
Bevor man ein Wespennest vernichtet, sollte man sichergehen, dass es sich nicht um die harmlose Sächsische Wespe oder die Feldwespe handelt. Und selbst wenn das Nest vernichtet wird, werden die Wespen vom Nachbargrundstück immer noch vorbeifliegen. Eine Wespe bearbeitet einen Aktionsradius von etwa 2 km um das eigene Nest herum.

Christian Mokricky, Chemieexperte von "die umweltberatung": "Das Wichtigste bei der Begegnung mit Wespen ist, Ruhe zu bewahren! Wespen werden als aufdringlich empfunden, wenn sie auf Nahrungssuche kohlenhydrat- bzw. zuckerreiche Lebensmittel umfliegen, um die Lage auszuloten. Dabei sind sie weder aufgeregt noch stechlustig. Schlägt man hektisch um sich, um die Wespen zu verscheuchen, werden sie unruhig und aggressiv.“

"die umweltberatung" hat Tipps, wie gefährliche Wespenstiche vermieden werden können und wie man Wespen vom Mittagstisch fern hält:

  • Wespen spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem und sind auch für den Menschen nützlich. Nester sollten daher nur entfernt werden, wenn unmittelbar Gefahr besteht.

  • Grenzen respektieren: Nicht näher als 3 Meter an ein Wespennest herangehen, das zu nahe Kommen ist ebenso gefährlich wie bei einem Bienenstock. Erschütterungen oder Manipulationen im Nestbereich vermeiden. Nester in Ruhe lassen - die Tiere werden aggressiv, wenn ihre Brut bedroht wird oder stechen zur Selbstverteidigung. Auch die Flugbahn der Tiere sollte nicht unterbrochen werden!

  • Verschalungen und Ritzen an Gebäuden regelmäßig begutachten und notfalls verschließen.

  • Nicht barfuß über die Wiese gehen.

  • Insektengitter an Fenstern montieren.

  • Für Kinder in der Nähe des Nestes eine Absperrung machen.

  • Kleinkindern nach dem Essen Mund und Hände abwischen.

  • Speisen und Getränke im Freien abdecken, nicht direkt aus der Flasche bzw. mit dem Strohhalm trinken.

  • Speisen nicht offen stehen lassen! Speisereste sofort abräumen.

  • Im Sommer auf süßlich riechende Parfums und Haarsprays eher verzichten.

  • Grelle Farben und bunte Muster auf der Kleidung bei Grillparty eher vermeiden.

  • Rasche Bewegungen vermeiden, wenn eine Wespe in der Nähe ist. Sie fühlt sich sonst bedroht und sticht zu.

  • Sollte eine Wespe auf der Haut sitzen: Abstreifen oder abschütteln. Nicht schlagen!

  • Nicht alles, was fliegt, ist eine "gefährliche" Wespe: Hornissen haben keine natürlichen Feinde und stechen praktisch nie. Hummeln, Hornissen und etliche  Wespenarten sind gefährdete Tiere und stehen unter Artenschutz.


Erste Hilfe-Tipps bei Insektenstichen:

Die Stiche von Bienen, Hummeln und Wespen sind zwar schmerzhaft, in der Regel aber nicht gefährlich. Wenn es passiert ist: Eiswürfel, essigsaure Tonerde oder Franzbranntwein auf die Stichstelle tupfen. Bewährt haben sich auch Essig, Zwiebel- oder Zitronensaft und zerriebene Spitzwegerich- oder Tomatenblätter. Wird man allerdings in den Mund bzw. Rachenraum gestochen bzw. bei Wespengift-Allergie ist sofortige medizinische Hilfe notwendig!

Unter der Adresse www.umweltberatung.at/downloads kann man sich das Infoblatt "Wespen - Kein Grund zur Panik" kostenlos herunterladen.

Quelle: die umweltberatung

 

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