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Wir schlafen im Schnitt immer weniger

Stress, Licht und Lärm können den gesunden Schlaf stören

30.01.2008

Die Menschen schlafen immer weniger. Vor zwanzig Jahren leistete sich jeder Bürger im Schnitt noch acht Stunden Nachtschlaf. Heute sind es nur noch sieben Stunden und vierzehn Minuten, den verlängerten Wochenend- und Urlaubsschlaf eingerechnet, berichtet die "Apotheken Umschau". Gleichzeitig gibt ein Drittel der Menschen in Befragungen an, unter Müdigkeit zu leiden. Das ist nicht ungefährlich. Der britische Herzspezialist Francesco Capuccio konnte in einer Studie nachweisen, dass Menschen, die ihren Schlaf von sieben auf fünf Stunden verringern, ihr Herzinfarktrisiko verdoppeln.

Wer ständig müde ist, soll dies als das "rote Lämpchen" begreifen, rät Professor Norbert Donner-Banzhoff von der Abteilung für Allgemeinmedizin, präventive und rehabilitative Medizin an der Universität Marburg. "Besonders häufig hängt extreme Müdigkeit mit Belastungen etwa in Familie, Beruf und durch Freizeitstress zusammen", erklärt er in dem Apothekenmagazin. "Mit der Zeit können die kleinen Störungen zu einem großen Problem anwachsen."

Licht ist ebenso wie Lärm ein eindeutiger Störfaktor für den Schlaf. Denn es unterdrückt die Ausschüttung des Nachthormons Melatonin, das uns abends auf Ruhe einstimmt. Wie das "HausArzt-PatientenMagazin" berichtet, beeinflusst Licht aber nicht nur körperliche Reaktionen, sondern wirkt auch auf die Psyche. Das sei der Grund, warum selbst schwaches Licht jemanden um die kostbare Nachtruhe bringen könne, berichtet Professor Dr. Jürgen Zulley, der Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums am Universitäts- und Bezirksklinikum Regensburg. Sei es eine Straßenlampe, die Zeitanzeige am Radiowecker oder der Vollmond: "Solche punktuellen hellen Flecken lösen ein Bedürfnis aus, sie eingehend zu betrachten - und das lenkt vom Schlaf ab", verdeutlicht Zulley. Besonders schlimm empfänden viele Menschen flackerndes Licht, zum Beispiel von einer Leuchtreklame vor dem Fenster. "Die innere Gereiztheit, die sich dadurch mit der Zeit aufbaut, kann massive Schlafstörungen hervorrufen", so Zulley.

Quelle: news aktuell

 

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