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Weltherztag

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind häufigste Todesursache

Experten schlagen Alarm: In den letzten 40 Jahren hat sich die Anzahl der Todesfälle durch Herzinfarkt versechsfacht. Die Zahl jener Patienten, die eine Herztransplantation brauchen, wird in den nächsten 20 Jahren dramatisch ansteigen. Besonders besorgniserregend: Bei jungen Frauen (unter 50 Jahren) ist das Risiko, bei einem Herzinfarkt auch daran zu sterben, doppelt so hoch wie bei gleichaltrigen Männern. In Zukunft wird auch die Neuerkrankungsrate vor allem bei jungen Frauen ansteigen. Deshalb steht der Weltherztag am 28. September 2003 ganz unter dem Motto "Das Herz und die Frauen".

In Wien sterben derzeit 54 Prozent der ungefähr 17.000 Toten jährlich (2001) an Herz-Kreislauferkrankungen, wobei bei den über 65-Jährigen bereits die Frauen überwiegen. Im Vergleich dazu beträgt die Todesursache Krebs "nur" 24 Prozent.

Herzinfarkt und Herzschwäche treten mit zunehmendem Alter häufiger auf. In jüngeren Jahren sind vom Herzinfarkt vor allem rauchende Männer betroffen, nach der Menopause trifft es vermehrt Frauen. Eine der möglichen Ursachen für den Anstieg der Frauen bei Neuerkrankungen sind verstärkte Gefäßverkalkungen vor den Wechseljahren. Dazu kommt, dass Frauen häufiger an Diabetes, Bluthochdruck und Angina Pectoris leiden. Außerdem führen Risikofaktoren wie Übergewicht und Rauchen zusätzlich dazu, dass Frauen immer öfter bereits sehr jung einen Herzinfarkt erleiden.

Dazu kommt, dass Frauen häufig nicht-typische Symptome einer Herz-Kreislauferkrankung zeigen, die daher nicht gleich erkannt werden können. Deshalb verzögert sich die Einweisung ins Spital, was für die Betroffenen schwerwiegende Folgen hat.

Die Risikofaktoren, die besonders Frauen betreffen, sind Zuckerkrankheit, Rauchen, die Kombination der Einnahme der Pille mit Rauchen, Wechseljahre, Übergewicht, niedriges HDL-Cholesterin, erhöhte Triglyceride und Bluthochdruck. Vor allem übergewichtige Frauen sind dabei besonders gefährdet. Diesen wird dringend geraten, ihr Gewicht zu reduzieren und ihren Lebensstil zu ändern. Bei einer 5 bis 10-prozentigen Gewichtsreduktion sinkt einerseits das Diabetesrisiko und andererseits steigt das gute HDL-Cholesterin an.

Wer raucht, hat ein zwei- bis vierfach höheres Risiko, an einem Herzinfarkt zu erkranken, als ein Nichtraucher. Frauen, die rauchen, sind beim ersten Herzinfarkt meist jünger als Männer, das Sterberisiko bei einem akuten Infarkt ist bei Raucherinnen viel höher als bei männlichen Rauchern. Nach drei Jahren Tabakabstinenz minimiert sich das Risiko, als hätte man nie geraucht. Das allgemeine Befinden verbessert sich und die Leistungsfähigkeit sowie die Lebensqualität steigen.

Einer der wichtigsten Faktoren zur Senkung des Herzinfarktrisikos ist auch die Umstellung der Ernährung. Auf folgende Punkte sollten Sie besonders achten:

  • wenig Fertigprodukte essen

  • wenig gesättigte Fettsäuren wie z.B. Fleisch, Wurst und Leberkäse

  • mehr ungesättigte Fettsäuren wie z.B. Olivenöl, Rapsöl, Avocados oder Walnüsse

  • Speisen nicht nachsalzen

  • Chips, Kekse und Frittiertes meiden

  • viel Obst und Gemüse, vor allem Bananen, Kiwis, Orangen, Melonen, Kartoffel, Tomaten und Nüsse

  • mindestens vier fettarme Milchprodukte pro Tag

  • täglich 30 Minuten Bewegung

  • Alkohol in Maßen

  • nicht viel Kaffee, Schwarztee oder Cola-Getränke konsumieren


Quelle: Ärztekammer für Wien


Mehr Infos zum Thema "Herz & Kreislauf" finden Sie hier ...


 

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