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Wechselwirkungen : Medikamente mit Lebensmitteln

Wie Lebensmittel die Wirkung von Medikamenten beeinflussen können

23.01.2006

Rollmops, Joghurt, manche Obstarten und andere Lebensmittel können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen - und zwar verstärken oder auch vermindern. Das berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer Februarausgabe. Vorsichtig sollten Patienten vor allem bei Grapefruitsaft sein. Grapefruits enthalten Stoffe, die mit mehr als der Hälfte aller Arzneimittel reagieren. Dazu gehören Blutdrucksenker, Psychopharmaka, HIV- und Epilepsiemittel oder immunsuppressive Medikamente, wie sie Allergiker oder Organtransplantierte bekommen. Sogar die verhütende Wirkung der Antibabypille wird durch den sauren Saft beeinträchtigt.

Auch der unscheinbare Camembert, eingelegte Heringe, überreife Avocados oder Dauerwurst können in Kombination mit Arzneien zur Gefahr werden. Sie enthalten nämlich die Aminosäure Tyramin, deren Abbau durch manche Antidepressiva gehemmt wird, wodurch der Körper mehr Noradrenalin freisetzt. Dieses Hormon treibt den Blutdruck hoch und kann Herzrhythmusstörungen, im Extremfall sogar Gehirnblutungen auslösen.

Milch, Topfen, Joghurt und Käse stören Antibiotika aus der Gruppe der Tetracycline bei der Arbeit, und die sonst als supergesund angesehenen Ballaststoffe in Brot oder Müsli können die Aufnahme von Wirkstoffen aus Medikamenten im Dünndarm verzögern. Das gilt für Schmerzmittel, Antidepressiva und manche Antibiotika.

In jedem Fall empfehlen Experten einen genauen Blick auf den Beipackzettel der Medikamente, denn Pharmafirmen sind verpflichtet alle bekannten Wechselwirkungen auch mit Nahrungsmitteln aufzulisten. Darüber hinaus sollte man vor allem auf den richtigen Zeitpunkt der Einnahme achten. Häufig wird die Angabe "vor" oder "nach" dem Essen missverstanden. Sie empfiehlt einen zeitlicher Abstand von ein bis zwei Stunden zum Essen und nicht kurz bevor oder danach, wie oft vermutet.

Quelle: natur+kosmos


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