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Wechselbeschwerden

Ergebnisse der ersten Wechselbarometer-Umfrage


Die "Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe" und der "Berufsverband Österreichischer GynäkologInnen" haben zu Jahresbeginn 2005 eine Umfrage zur Befindlichkeit Österreichischer Frauen im Wechsel durchführen lassen. Das Ziel war, erstmals einen Überblick und ausführliche Daten über Art und Häufigkeit einzelner Wechselbeschwerden zu bekommen. Aus Sicht der Ärzteschaft ein notwendiger Impuls, da viele Frauen aufgrund kritischer Medienberichte trotz leidvoller Wechselsymptome keinen ärztlichen Rat in Anspruch nehmen. Und das, obwohl die Frauen entsprechend ihrer Lebenserwartung heute etwa die Hälfte ihres Lebens in der Menopause verbringen.

Unter "Wechsel" versteht man jenen Lebensabschnitt der Frau, in dem es aufgrund des Versiegens der Hormonproduktion in den Eierstöcken zu entsprechenden Veränderungen im weiblichen Organismus kommt. Im Rahmen dieser Umstellungen, die etwa zwischen dem 45. – 55. Lebensjahr erfolgen, kann es zu einer Vielzahl von belastenden Symptomen kommen. Einige Beispiele sind Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Brustspannen, Brustschmerzen, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, depressive Verstimmung, Störungen des Sexuallebens oder erneut aufgetretene Blutungen. Früher stellte die Lebensphase nach dem "Wechsel" einen relativ kurzen Abschnitt im Frauenleben dar. Durch die steigende Lebenserwartung verbringt heute eine Frau allerdings etwa 40% ihrer Gesamtlebenszeit in dieser Lebensphase. Entsprechend hoch ist daher ihre Bedeutung.

Als Grundlage für die Umfrage wurde von Univ. Prof. Dr. Christian Egarter, Univ. Frauenklinik Wien, gemeinsam mit dem Allgemeinmediziner und Kommunikationsexperten Dr. Wolfgang A. Schuhmayer das "Wechselbarometer" entwickelt. Es skizziert die wichtigsten Beschwerden, die im Rahmen der Menopause auftreten können, erhebt dabei aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Grundlage des "Wechselbarometers" ist die so genannte "Visuelle Analog-Skala". Dieses Messverfahren kommt ursprünglich aus der Psychologie und wird immer dann eingesetzt, wenn sich persönliche Empfindungen nicht gut in Zahlen ausdrücken lassen, weil sie von jedem Menschen anders bewertet werden. So kann zum Beispiel die Frage "Wie stark ist ein starker Schmerz" nur von jedem Menschen für sich selbst, aber nicht allgemein gültig beantwortet werden.

Im Rahmen der Umfrage wurden knapp 700 Fragebögen ausgewertet, wobei 60% der Teilnehmerinnen der Altergruppe 50 - 59 Jahre angehören. Die häufigsten genannten Beschwerden in jeder Altersgruppe waren:

  • Die geringe Zahl an Teilnehmerinnen (1%) in der Altersgruppe bis 39 Jahre lässt keine allgemein gültigen Schlüsse zu. Klar scheint aber zu sein, dass, wenn entsprechende Symptome auftreten, diese als extrem belastend empfunden werden.

  • Die Altersgruppe 40 - 49 Jahre stellte 18% aller Teilnehmerinnen. Die beiden "klassischen" Symptomkomplexe Wallungen und Schweißausbrüche sowie Trockenheit der Haut (insbesondere der Scheidenbereich wurde abgefragt) führen hier die Belastungswerte an. Entsprechende Konsequenzen für das Sexualleben sind ebenso erkennbar wie ein enger Zusammenhang zwischen Wohlbefinden und Depression.
  • Mit 59% stellte die Altersgruppe 50 - 59 Jahre bei Weitem die Mehrheit der Teilnehmerinnen. Das lässt darauf schließen, dass hier auch die größte Symptomhäufigkeit im Lebensverlauf vorliegt. Die Symptombelastung wird deutlich breiter und insgesamt intensiver. Viele Frauen aus dieser Altersgruppe klagen z.B. über Schlafstörungen, depressive Verstimmung und Antriebsschwäche.

  • Bei den 60 - 69-jährigen Teilnehmerinnen entspricht die Belastung in etwa jener der 50 - 59-Jährigen. Jedoch wurde in dieser Gruppe ein weiterer Anstieg der Schlafstörungen verzeichnet. Insgesamt 16% der Befragten kommen aus dieser Altersgruppe.


Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Belastungen durch Wechselbeschwerden im Alter von 50 - 59 Jahren am häufigsten auftreten. Die klassischen Symptome Wallungen oder Trockenheit der Haut werden in allen Altersgruppen als stark belastend empfunden. Gering ist offenbar die Belastung, die von Blutungen und einem Spannen der Brust ausgeht. Die Belastung durch Schlafstörungen steigt ab einem Alter von 50 Jahren sprunghaft an und steigt dann mit geringerer Intensität bis ins Alter von ca. 70 Jahren. Alle Altersgruppen bis 70 Jahre klagen über intensive Belastungen, wenn es zu mangelnder Erfüllung im Sexualleben kommt.

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