Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Wärme-Anwendungen für die Gesundheit

Wohlige Wärme richtig anwenden, zählt zu den ältesten Heilverfahren



Nach einem Winterspaziergang bei klirrendem Frost oder nasser Kälte sehnt sich der Körper nach Wärme: Eine flauschige Decke über die Beine, eine Tasse heißen Tee und eventuell eine Wärmflasche auf dem Bauch. Doch die Steigerung des Wohlbefindens ist nur die eine Seite. Wärme hilft auch heilen. Das Wissen darum entstammt zwar in erster Linie der Erfahrungsmedizin. Inzwischen befassen sich aber auch wissenschaftliche Studien damit.

Besonders die schmerzlindernde Eigenschaft der Wärme hat Forscher neugierig gemacht. Ihre Ergebnisse lassen hoffen, dass in heißen Wickeln oder Fußbädern ein erhebliches Potential steckt. "Wärme schaltet den Schmerz auf molekularer Ebene aus, ähnlich wie dies auch
ein Medikament tut", zitiert die "Apotheken Umschau" Dr. Brian King vom University College London. Er erhofft sich aus den Erkenntnissen
Ansätze zur Entwicklung neuer Schmerzmedikamente.

An der Universität Heidelberg setzen Chirurgen Wärme ein, um die Wundheilung nach Darmoperationen zu verbessern. Bei solchen
Eingriffen besteht eine erhöhte Gefahr, dass Darmkeime das umliegende Gewebe infizieren. In einer Studie mit 111 Patienten konnten die
Forscher nachweisen, dass durch Bestrahlung mit einer speziellen wassergefilterten Infrarotlampe, durch welche die Wärme zuverlässig in die
Tiefe des Gewebes eindringt, die Wundheilung verbessert und beschleunigt wird. Außerdem benötigten die Patienten weniger Schmerzmittel.

Die Liste möglicher Selbsthilfe mit Wärme ist lang: Fußbäder helfen beim Einschlafen, die Wärmflasche auf dem Leib gegen
Regelbeschwerden oder bei schmerzendem, aufgeblähtem Bauch. Sogar bei Angina pectoris, der Mangeldurchblutung der Herzkranzgefäße, können "aufsteigende" Armbäder helfen. "Die Durchblutung am Herzen verbessert sich damit deutlich", bestätigt Beer.

Warme Wickel und Auflagen helfen recht gut gegen Bauch- und Halsschmerzen. Man kann diese Wickel mit bloßem Wasser machen, aber auch Öle, Salben oder Quark dazu verwenden. Ganz praktisch ist es, wenn man fertige Auflagen oder Umschläge gleich aus der Apotheke nimmt. Die geben über längere Zeit gleichmäßig Wärme ab, so ungefähr vierzig Grad Celsius sind da empfohlen, und halten die Temperatur ungefähr acht Stunden lang.

Ein guter Ort, um die heilende Kraft der Wärme zu genießen, ist die Badewanne. Hier kann man gleich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Gut ist es, wenn man noch ätherische Öle ins Wasser gibt, etwa Lavendel, Melisse oder Orange. Die gelangen über die Haut und die Atemwege in den Körper und helfen so zum Beispiel beim Einschlafen. Andere Öle wie Fichtennadel, Eukalyptus oder Thymian sind sehr gut gegen beginnende Erkältungen.

Wer Wärme für sich regelmäßig nutzen will, sollte dies aber vorher mit seinem Arzt besprechen. Bei einigen Erkrankungen kann Wärme
Beschwerden auch verstärken, zum Beispiel bei Bandscheibenvorfall oder Ischiasschmerzen. Wer für sich zur rechten Zeit am rechten Platz
alte Hausrezepte mit Wärme anwendet, darf aber getrost darauf setzen, dass über den Wohlfühlfaktor hinaus - der freilich allein schon
heilenden Charakter haben kann - im Körper nachweisbare heilende Prozesse einsetzen.

Quelle: Apotheken Umschau

 

Top Themen

Top Links