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Wadenkrämpfe : Magnesium-Mangel kann Schuld sein

Ursachen für Magnesium-Mangel und Ernährungstipps

Viele von uns kennen das Problem: von einem Krampf im Bein wird man in der Nacht aus dem Schlaf gerissen und müht sich mit zusammengebissenen Zähnen ab, die Schmerzen durch Strecken und Dehnen wieder weg zu bekommen. Die beste Art sich vor (nächtlichen) Wadenkrämpfen zu schützen, ist eine magnesiumreiche Ernährungsweise, informiert Diplom Oecotrophologin Sabine Opalecky von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik. Wer sich magnesiumreich ernähren möchte, kann im Kalorien-Nährwert-Lexikon leicht erfahren, dass Sojabohnen, Haferflocken und Vollkornbrot mit Sonnenblumenkernen besonders gute Magnesiumquellen sind.

Magnesium ist ein Mineralstoff, der in unserem Körper zahlreiche Aufgaben innerhalb des Stoffwechsels erfüllt und der insbesondere an den Abläufen der Muskelkontraktion beteiligt ist. Liegt nicht genügend Magnesium im Muskel vor, kann es, besonders häufig in den Waden, zu Muskelkrämpfen kommen: die Muskulatur zieht sich zusammen, löst sich jedoch nicht mehr. Für Magnesiummangel gibt es verschiedene Ursachen. Maßgeblich beeinflusst das Ernährungsverhalten den Magnesiumhaushalt. So können einseitige Diätformen und chronischer Alkoholmissbrauch zu einem Magnesiumdefizit beitragen. Auf eine ausreichend hohe Zufuhr ist vor allem bei starker körperlicher Anstrengung und Wachstum oder Schwangerschaft zu achten, da der Körper unter diesen Umständen mehr Magnesium benötigt. Nicht zuletzt ist es möglich, dass Medikamente wie die Pille, Abführmittel oder Präparate zur Entwässerung, sowie Erkrankungen des Magen-Darmtraktes und der Niere einen Mangel auslösen, da der Körper den Mineralstoff nicht ausreichend aufnehmen kann, oder vermehrt ausscheidet.

Die Empfehlung für eine angemessene Magnesiumzufuhr für den Mann beträgt je nach Alter zwischen 350 und 400, für die Frau zwischen 300 und 350 Milligramm pro Tag. Zu den magnesiumreichen Lebensmitteln gehören unter anderem Vollkorngetreideprodukte, Nüsse und Samen, Milch und Milchprodukte, viele Obst- und Gemüsesorten, Fisch, Geflügel und Leber.

Tipp: Trinken Sie viel, mindestens 2 Liter am Tag. Das sättigt und regt den Stoffwechsel an. Am besten greifen Sie zu magnesiumreichen Mineralwässern. Sie leisten einen zusätzlichen Beitrag zur Magnesiumversorgung. Sind Wadenkrämpfe dauerhaft wiederkehrend und auch durch eine magnesiumreiche Kost sowie Magnesium-Präparate nicht zu beheben, sollte der Betroffene diese ärztlich abklären lassen.

Quelle: Ges. f. Ernährungsmedizin

 

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