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Vorsorgeuntersuchung Neu am 1. Oktober gestartet

Was ist neu , was hat sich geändert ?


03.10.2005

Was in Vorarlberg und Tirol bereits Realität war, wird ab 1. Oktober nun österreichweit angeboten: Die neue Vorsorgeuntersuchung. Das bisherige Programm der Vorsorgeuntersuchung stammt aus dem Jahr 1974 und wurde nun modernisiert und erweitert.

Bei 6.700 Ärzten mit Vorsorgeuntersuchungsvertrag kann in ganz Österreich diese kostenlose Leistung in Anspruch genommen werden. Die Basisuntersuchung wird von praktischen Ärzten, Fachärzten für innere Medizin und Fachärzten für Lungenheilkunde angeboten, bestimmte Untersuchungen dürfen nur von spezialisierten Ärzten durchgeführt werden (z.B. Mammographie, Darmspiegelung).

Anspruch auf jährlich eine Vorsorgeuntersuchung haben Versicherte, anspruchsberechtigte Angehörige sowie nicht versicherte Personen ab dem 18. Lebensjahr. Empfohlen wird, bis zur Vollendung des 40. Lebensjahres eine Vorsorgeuntersuchung wenigstens in Abständen von drei Jahren in Anspruch zu nehmen, ab dem 40. Lebensjahr alle zwei Jahre. Die Krankenversicherungsträger wollen durch ein intelligentes Einladungssystem vor allem auch Menschen ansprechen, die bisher noch nicht das kostenlose Untersuchungsprogramm in Anspruch genommen haben, und zu einer Teilnahme bewegen.

Was ist neu bei der Vorsorgeuntersuchung ?
  • Für Frauen umfasst das Programm ab 18 Jahren einen PAP-Abstrich zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und ab 40 Jahren eine Mammographie alle zwei Jahre

  • Neu ist zudem die Erweiterung der Darmkrebsvorsorge für Menschen über 50 durch die Koloskopie (Darmspiegelung)

  • Zusätzlich wird der Body Mass-Index (BMI) berechnet und der Taillenumfang gemessen

  • Außerdem werden auch die Parodontalerkrankungen (Zahnerkrankungen) und die Suche nach auffälligen Hautveränderungen in das Vorsorgeprogramm aufgenommen

  • Weiters wird der Laborblock erweitert (HDL/LDL-Cholesterin)

  • Bei Menschen über 65 Jahren wird vermehrtes Augenmerk auf die Hör- und Sehleistung gelegt (durch Flüstertest, Fragen nach Veränderungen des Sehvermögens)

  • Die Ärztin/der Arzt soll beim Abschlussgespräch nun ganz konkret besonders auf das individuelle Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingehen. Davon ausgehend kann der Arzt konkrete Vorschläge machen, ob und wie der Lebensstil vor allem in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Rauchen verändert werden muss, um das Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte oder andere schwere Erkrankungen zu verringern.

Die Vorsorgeuntersuchung Neu ist ein flächendeckendes Vorsorgeprogramm auf dem neuesten medizinischen Stand. Jedem Einzelnen wird dadurch die Möglichkeit eröffnet, etwas über die eigene Gesundheit zu erfahren und rechtzeitig Schritte zu setzen.

Quelle: svb

 

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