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Hygienetipps zur Zubereitung von Geflügel , Eiern etc.

Vogelgrippe : Besteht Gefahr durch den Verzehr von Geflügelprodukten?

21.02.2006

Aufgrund der immer häufiger werdenden Meldungen über Fälle von Vogelgrippe in ganz Europa, fragen sich viele Menschen, ob sie sich durch den Verzehr von Geflügel oder Geflügelprodukten mit dem Vogelgrippe-Virus (H5N1) infizieren können. Dazu nachfolgend einige Informationen des Österreichischen Gesundheitsministeriums sowie des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung.

Grundsätzlich kann eine Übertragung des Erregers über infizierte Lebensmittel nicht ausgeschlossen werden. Zum heutigen Zeitpunkt scheint der direkte Kontakt mit infiziertem Geflügel aber der hauptsächliche Infektionsweg zwischen Geflügel und Mensch zu sein. Da das Virus ausgesprochen empfindlich gegenüber hohen Temperaturen ist, gelten gut durcherhitzte Lebensmittel als unbedenklich. Gut durcherhitzt ist Fleisch, wenn eine Kerntemperatur von mindestens 70 °C bei der Erhitzung erreicht wird. Das ist für den Verbraucher daran erkenntlich, dass das Fleisch keine rote bzw. rosa Farbe mehr hat und kein roter Fleischsaft austritt.

Auf die Möglichkeit einer Infektion des Menschen durch rohe Eier und Rohwursterzeugnisse mit Geflügelfleischanteil von infizierten Tieren gibt es keine wissenschaftlichen Hinweise. Allerdings ist erwiesen, dass Eier infizierter Tiere das Virus sowohl auf der Schale als auch in Eiweiß und Eidotter enthalten können. Deswegen sollten Verbraucher in Ländern, in denen die Vogelgrippe in Nutzgeflügelbeständen aufgetreten ist, vorsorglich auf den Verzehr roher Eiprodukte (Eischnee, Tiramisu etc.) verzichten. Bei gekochten Eiern sollte darauf geachtet werden, dass sowohl Eiweiß als auch Eigelb fest sind.

Aus Sicherheitsgründen sollte besonders auf die Einhaltung von Hygieneregeln im Umgang mit und bei der Zubereitung von rohem Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten geachtet werden:

  • Rohe Geflügelprodukte und andere Lebensmittel getrennt lagern.
  • Achten Sie bei der Zubereitung peinlich auf die Küchenhygiene.

  • Bereiten Sie Geflügel immer getrennt von anderen Lebensmitteln zu, insbesondere von solchen, die nicht mehr erhitzt werden.

  • Arbeitsflächen und Geräte, die mit rohem Geflügel in Berührung gekommen sind, immer gründlich mit warmem Wasser und Spülmittelzusatz reinigen.

  • Verpackungsmaterialien, Auftauwasser u.ä. sofort entsorgen.

  • Reinigen Sie Ihre Hände nach jedem Kontakt mit rohem Geflügel gründlich mit warmem Wasser und Seife.

  • Achten Sie bei der Zubereitung darauf, dass das Geflügel ausreichend erhitzt wird. Das bedeutet, dass mindestens eine Kerntemperatur von 70 °C erreicht werden muss.

  • Ausreichend durchgegartes Geflügel erkennen Sie bei der Garprobe an der klaren Farbe des Fleischsaftes. Das Fleisch lässt sich leicht von den Beinknochen lösen.

  • Eier sollten vor dem Verzehr gekocht werden, bis Eiweiß und Eigelb fest sind, d.h. je nach Größe müssen Eier mindestens 6 Minuten kochen.

Quelle: BMGF, BfR

 

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