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DieMucha : Viagra in Apotheke oft auch ohne Rezept

Mangelhafte Beratung - Jede dritte Apotheke verzichtet auf Rezept

Bildquelle: Barbara Mucha Media GmbH
DieMucha ließ im Frühsommer 2005 zum bereits dritten Mal heimische Apotheken überprüfen. Die anonymen Tester kontrollierten, ob Pharmazeuten die verschreibungspflichtige "Potenzpille" Viagra auch ohne das dafür notwendige Rezept verkaufen. Rund 50 Euro sind für vier Mini-Tabletten zu je 25 mg zu berappen - ein stolzer Preis, an dem auch die Apotheker gut verdienen. Skandalöses Ergebnis: Wenn es um den Umsatz geht, spielt die Gesundheit der Kunden für so manchen Arzneihändler offensichtlich nur eine Nebenrolle.

DieMucha schickte ihre Tester für die aktuelle Ausgabe des Magazins "Signora" in 18 Apotheken, in sieben davon war das Medikament problemlos zu bekommen. Nur in einer Apotheke wurde vor dem Aushändigen der Packung eine Kurzbefragung zum Gesundheitszustand des Testkäufers durchgeführt. Die übrigen Apotheker verzichteten darauf. Auch über die zum Teil lebensbedrohlichen Wechselwirkungen mit anderen Substanzen wurde kein Wort verloren.

"Die Vorgangsweise ist unglaublich. Hier wurde wissentlich das Gesetz gebrochen und die Gesundheit der Kunden gefährdet. Diese schwarzen Schafe schaden ihren seriösen Kollegen und dem Image der Apotheken", so Verlegerin Barbara Mucha.

Besonders bedenklich: Vor der Einnahme des Medikamentes muss ein Arzt konsultiert werden. Erst nach Abklärung des Gesundheitszustandes durch einen qualifizierten Mediziner entscheidet dieser, ob und in welcher Dosierung Viagra eingenommen werden darf. Das sollten auch die Apotheker wissen, doch auf einen entsprechenden Hinweis warteten die Tester in sechs Apotheken vergeblich.

Resümee von Konsumentschützerin Barbara Mucha: "Die Verantwortlichen müssen endlich handeln. Was wir hier erlebt haben, ist in keiner Weise zu rechtfertigen. Wenn die Gesundheit von Menschen bewusst riskiert wird, muss es Konsequenzen geben."


Bereits im Oktober 2004 überprüfte DieMucha 40 heimische Apotheken. Die Tester gaben damals vor, unter schweren Depressionen zu leiden. Ohne Empfehlung eines Arztbesuches und Beratung, wanderten in 11 von 20 Apotheken Antidepressionsmittel über den Ladentisch (Signora Nr. 3/04). Wenige Wochen später wurde in acht von zwanzig Apotheken Aspirin zur Behandlung eines erkälteten Zweijährigen an die Tester verkauft (BabyExpress Nr. 4/04). Auch in diesem Fall hätten die Pharmazeuten wissen müssen, wie gefährlich das Medikament für die Kleinsten sein kann und dass man es erst Kindern ab drei Jahren - nach ärztlicher Rücksprache - geben darf.

Quelle: Barbara Mucha Media

 

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