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Verlorene oder gestohlene e-cards werden gesperrt

Unrechtmässige Weitergabe der persönlichen e-card zur missbräuchlichen Verwendung ist Sozialbetrug

03.04.2008

"Von einer völlig unnötigen und unangebrachten Panikmache" spricht der für das e-card System im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger zuständige stv. Generaldirektor, Volker Schörghofer, "im Zusammenhang mit den angeblichen Missbrauchsfällen der e-card". Fakt ist, dass von den derzeit 8,34 Millionen aktiven e-cards im vergangenen Jahr 117.763 Karten als verloren, 45.776 als gestohlen und 127.229 als defekt gemeldet wurden. Schörghofer: "Die jeweiligen Besitzer erhielten umgehend eine neue e-card, die alten als verloren, gestohlen oder defekt gemeldeten Karten wurden im online-System der e-card sofort gesperrt und konnten daher für den behaupteten Missbrauch nicht verwendet werden". Es kann daher auch nicht sein, dass, wie derzeit von einigen Medien und Politikern behauptet, 100.000e e-cards verschwunden sind bzw. missbräuchlich verwendet werden. "Dies wäre nur dann der Fall", so Schörghofer weiter, "wenn die rechtmäßigen Besitzer ihre e-card wissentlich an andere Personen zwecks Verwendung und Nachweis eines unrechtmäßigen Versicherungsanspruchs weitergegeben haben.  Schörghofer: "Das wäre ein strafbarer Tatbestand und Sozialbetrug des Karteninhabers".

Pro Tag werden österreichweit im Schnitt rund 350.000 bis 580.000 Patientenkontakte über das e-card-System abgewickelt. Schörghofer: "Wir gehen davon aus, daß unsere Vertragsärzte im Regelfall ihre Patienten persönlich kennen, bevor sie diese behandeln". "In den Fällen, wo dies nicht gegeben ist", so Schörghofer weiter, "sollen die Vertragsärzte der Sozialversicherung gemäß § 15 der geltenden vertraglichen Vereinbarung zwischen Hauptverband und österreichischer Ärztekammer die Identität des Patienten überprüfen".

Zurückhaltend ist der stv. Generaldirektor des Hauptverbandes auch über die im Zusammenhang mit der Identitätsprüfung erhobenen Forderung nach Ausstattung der e-card mit Foto oder Fingerprint. Schörghofer: "Abgesehen davon, dass ein Foto aus Gründen des sich verändernden altersbedingten Aussehens oder der Haartracht kein wirklich geeignetes Mittel zur Missbrauchsverhinderung wäre, wäre eine solche Ausstattung der e-card auch mit enormen Kosten verbunden". Man denke nur daran, dass 8,3 Millionen Österreicher - vom neugeborenen Baby (bekanntlich erhalten auch diese eine eigene e-card) bis zum Greis fotografiert und persönlich identifiziert werden müssten.

Kommt es zu einem Verlust oder Diebstahl der e-card, ist unverzüglich eine Meldung an die Sozialversicherung zu erstatten. Wer den Verlust oder den Diebstahl der persönlichen e-card umgehend der Serviceline der Sozialversicherung - 050124 33 11 (zum Ortstarif aus ganz Österreich) - meldet, bewirkt, dass die Karte gesperrt wird und damit eine missbräuchliche Verwendung ausgeschlossen wird.

Quelle: hvb

 

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