Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Tipps um Verletzungen beim Laufen zu vermeiden

Gute Ausrüstung und richtig dosiertes Training als Schlüssel zum Erfolg

Mit den ersten Sonnenstrahlen beginnt für viele Hobbysportler wieder die Laufsaison. Joggen ist längst zum Massensport geworden und so lockt auch der Wien-Marathon am 22.5. wieder tausende Laufbegeisterte. Viele, die sich heuer noch nicht drüber trauen, verleitet das Großereignis dazu, mehr zu trainieren oder überhaupt mit dem Laufen zu beginnen. Laufen mit Maß macht wirklich Spaß, verbessert die körperliche Fitness und trägt zu einem guten Wohlbefinden bei. Doch ganz risikoarm ist auch diese Sportart nicht, vor allem, wenn der Ehrgeiz zu groß ist. Vorsicht ist besonders dann geboten, wenn man den Winter über eher auf der faulen Haut gelegen ist. Ein jäher Start kann da zu einem jähen Ende führen und die Laufsaison ist oft schon vorbei bevor sie richtig begonnen hat. "Eine gute Ausrüstung und richtig dosierte Trainingseinheiten sind die Schlüssel für gesundes Laufen ", erklärt Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts Sicher Leben.

Ignoriert man die Warnzeichen des Körpers, kann das böse enden. So verletzten sich im Jahr 2004 insgesamt rund 6.400 Personen beim Laufen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten, die Zahl der Frauen und Männer ist dabei annähernd gleich. Zu ehrgeiziges Training schadet dem Körper, denn 65 Prozent aller beim Laufen Verletzten haben sich schlicht überstrapaziert. 34 Prozent der Patienten verletzten sich aufgrund von Stürzen, indem sie ausgerutscht oder gestolpert sind. Die Gründe sind scheinbar lapidar: Eine kurze Konzentrationslücke und schon rutscht man im nassen Gras aus, stolpert über eine Wurzel oder knickt am Wald- oder Kiesboden einfach um. Damit nimmt das Training ein abruptes Ende und führt direkt in die Notaufnahme. 48 Prozent aller Laufverletzten, die im Spital behandelt wurden, zogen sich Sehnen- oder Muskelverletzungen zu, 21 Prozent verstauchten sich den Fuß und neun Prozent fanden sich nach dem glücklosen Training sogar im Gipszimmer des Spitals wieder. Die am meisten von Verletzungen betroffenen Körperteile sind das Fußgelenk (56 %) und das Knie (20 %).

"Man muss bei jedem Training die Witterungsverhältnisse miteinkalkulieren, denn die meisten Unfälle passieren auf rutschigem Boden bei Regen, Schnee oder Matsch", erklärt die Sportmedizinerin Dr. Ulrike Preiml. "Da kann es sogar vorkommen, dass Leute mit Schenkelhals- und Oberschenkelbrüchen eingeliefert werden." Danach läuft man dann höchstens noch zur Physiotherapie, wo der Muskelaufbau forciert und die Koordination für die Laufbewegung neu erlernt wird. "Je besser die muskulären Grundlagen und die Geschicklichkeit des Läufers sind, desto geringer ist die Verletzungsgefahr", meint Preiml. Beim Laufen ist es aber nicht nur wichtig, das momentane Training im Auge zu haben, sondern auch an die Zukunft zu denken. Denn ein zu intensives Lauftraining kann zu Spätfolgen führen. Diese werden vor allem durch das Laufen am Asphalt und Übergewicht hervorgerufen. Deshalb ist es ratsam, in erster Linie auf weicherem Untergrund, wie Wald- oder Schotterböden zu trainieren. "Langfristige Spätschäden können in Form von Gelenksproblemen mit Knorpelschäden oder Ermüdungsbrüchen im Mittelfußbereich auftreten", weiß Preiml. Ein guter Laufschuh mit entsprechender Dämpfung ist in jedem Fall ein sicherer Schutz.

Laufen soll, wie jede Sportart, in erster Linie Spaß machen. "Wesentlich dabei ist, dass das Training langsam aufgebaut wird", meint Kisser. "Denn Bänder, Sehnen und Knorpel brauchen viel länger als Muskeln, um sich an die Trainingsreize anzupassen." Auch gezielte Kräftigungsgymnastik als Ergänzung und Vorbereitung zu einem regelmäßigen Lauftraining ist eine wirkungsvolle Präventivmaßnahme. "Sinnvolle Trainingseinheiten, mit Bedacht gewählte Laufstrecken und ein unter fachlicher Beratung ausgesuchter Laufschuh tragen zu einem langen Laufvergnügen ohne Unfälle und Spätschäden bei", rät Kisser.

Quelle: Institut Sicher Leben


Viele weitere Infos und Tipps finden Sie in unserem Webheimat-Special Laufen ...

 

Top Themen

Top Links