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Vergesslichkeit nicht nur im Alter ein Thema

Junge Menschen oft vergesslicher als Senioren

Die Klischees vom vergessenen Hochzeitstag oder dem Herd, der bei der Abreise in den Urlaub nicht ausgeschaltet wurde, spiegeln in keinster Weise die Häufigkeit dieser Vorkommnisse im täglichen Leben wider. Die Forschungsabteilung hinter dem Gedächtnispräparat Lentaya hat 962 Männer und 1.047 Frauen zu ihrer Vergesslichkeit im Alltag befragt.

Überraschendes Ergebnis: nur ein Prozent der Männer gab an, gelegentlich auf den Hochzeitstag zu vergessen. Genauso niedrig war auch der Anteil der Frauen, die gelegentlich versäumen, den Herd oder die Kaffeemaschine abzustellen oder den Wasserhahn zuzudrehen. Und das, obwohl 80 Prozent der Frauen und 79 Prozent der Männer zugaben, im Alltag schon auf so manche Dinge zu vergessen.

Am häufigsten passiert der Blackout beim Einkaufen: Laut der Lentaya-Umfrage gehen 17 Prozent der Frauen und neun Prozent der Männer öfter mit einem unvollständig befüllten Einkaufskorb nach Hause. Auch beim Hausschlüssel spielt das zerstreute Hirn elf Prozent der Frauen und acht Prozent der Männer häufiger übel mit. Auf der Hitliste der vergessenen Dinge folgen dann bei Frauen und Männern etwa gleich häufig Termine, Namen, Geldbeutel und Telefonate. Geburtstage vergessen Männer mit vier Prozent doppelt so häufig wie Frauen (zwei Prozent), ihr Handy lassen sie sogar viermal öfter irgendwo liegen als Frauen mit nur einem Prozent.

Für eine große Überraschung sorgte in der Untersuchung die Auszählung nach Altersstufen. Die angeblich so vergesslichen Senioren sind danach nämlich weit besser als ihr Ruf, vielfach sogar heller als die Jüngeren:

  • In der Altersgruppe 14 bis 29 Jahre vergisst fast jeder Fünfte (18 Prozent) häufiger mal, den Wohnungsschlüssel einzustecken. Den reiferen Jahrgängen von 60 Jahren und darüber passiert dieses Missgeschick nur in fünf Prozent der Fälle.

  • Jeder Zehnte der Jüngeren gibt zu, hin und wieder Termine zu verschlampen - über 60 kommt das nur bei drei Prozent der Befragten öfter vor.

  • Während nur zwei Prozent der Älteren gelegentlich ohne Geld das Haus verlassen, stehen fünf Prozent der angeblich so smarten Jungen öfters mal ohne Portemonnaie da.

In punkto Zerstreutheit, Unaufmerksamkeit und Gedankenlosigkeit zeigte erstaunlicher Weise die Gruppe der 115 Schüler die höchsten Werte unter den Befragten: Jeder Sechste (16 Prozent) lässt öfter mal den Wohnungsschlüssel irgendwo liegen, jeder Siebte (15 Prozent) "vergisst" immer wieder die Hausaufgaben, jeder Zehnte versäumt wichtige Termine und acht Prozent lassen die Arbeiten im Haushalt links liegen. Ein Prozent erinnert sich sogar, auch das Essen schon mal vergessen zu haben! Beim Shopping allerdings sind die meisten Schüler voll
konzentriert: Nur vier Prozent von ihnen vergessen im Geschäft, was sie
eigentlich kaufen wollten.



 

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