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Funktioniert die Verdauung , gehts dem Körper gut

Bei häufigen Verdauungsbeschwerden sollte vom Arzt der Verdacht auf Reizdarm-Syndrom überprüft werden.

27.05.2009


Der 6. Weltverdauungstag am 29. Mai 2009 steht heuer im Zeichen des Reizdarm-Syndroms. "Das Reizdarm-Syndrom gehört zu den häufigsten Verdauungsbeschwerden in der westlichen Welt. Vor allem der negative Einfluss auf die Lebensqualität wird stark unterschätzt. Im Gegensatz zu anderen chronischen Erkrankungen tritt die Erkrankung nämlich in einem Lebensabschnitt auf, der eigentlich zu den aktivsten und produktivsten zählt", erklärt Univ.-Prof. Dr. Friedrich Renner, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH).

Jeder Mensch hat ab und zu Verdauungsprobleme. Immer öfter werden aber aus "normalen" Verdauungsproblemen ernst zu nehmende Erkrankungen, wie etwa das Reizdarm-Syndrom. Umfragen zufolge leiden weltweit 100 Millionen Menschen, also ein Zehntel der Weltbevölkerung, an dieser Funktionsstörung des Darms. In Österreich sind etwa 20 Prozent der Bevölkerung, also rund 1,6 Millionen Menschen betroffen. Das Reizdarm-Syndrom ist nicht nur für eine massive Verschlechterung der Lebensqualität verantwortlich, sondern auch für etwa 10 Prozent der Krankenstandsfälle in Österreich.

Eine groß angelegte Untersuchung, die vom englischen Marktforschungsunternehmen TNS im Oktober 2008 in 15 europäischen Ländern zum Thema "Verdauungsprobleme" durchgeführt wurde, hat darüber hinaus folgende Ergebnisse gebracht:

  • Einer von vier Betroffenen klagt über Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Fast ein Fünftel fühlt sich aufgrund der Symptome gestresst und unruhig.

  • Über 50 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Lebensqualität durch das Reizdarm-Syndrom verschlechtert wurde.

  • Die Erkrankung kann die Leistungsfähigkeit um bis zu 30 Prozent senken und führt manchmal zu bis zu 1 ½ Ausfallstagen pro Arbeitswoche.

  • Mehr als ein Viertel der Reizdarm-Syndrom Patienten berichten, dass ihre Urlaube aufgrund der Symptome beeinträchtigt wurden.


Fehlende Diagnose beim Reizdarm-Syndrom

Verdauungsprobleme können jeden betreffen. Das Reizdarm-Syndrom muss aber aufgrund von Schwere und Dauer der Symptome von bloßen Verdauungsproblemen unterschieden werden. "Das Reizdarm-Syndrom äußert sich anhand einer Reihe von spezifischen Symptomen, wie etwa Aufgeblähtsein, Bauchschmerzen, Verstopfung und/oder Durchfall. Diese treten chronisch oder immer wiederkehrend auf und haben einen erheblichen Einfluss auf die Fähigkeit der Patienten, produktiv zu arbeiten oder ein normales Leben zu führen", beschreibt Univ.-Prof. Dr. Walter Reinisch, Leiter der Arbeitsgruppe für chronisch entzündliche Darmerkrankungen in der ÖGGH, die Erkrankung.

Erschwerend kommt hinzu, dass zahlreiche Reizdarm-Fälle nicht als solche diagnostiziert werden. Bis zu 90 Prozent der Betroffenen leiden stillschweigend darunter, anstatt gleich zum Arzt zu gehen. Die World Gastroenterology Organisation (WGO) hat mit Unterstützung von Danone einen Selbst-Test zur Verdauungsgesundheit entwickelt, der den Status quo der eigenen Verdauungsgesundheit einfach bestimmbar macht. Zusätzlich wurden von der WGO spezielle Ernährungsempfehlungen für Betroffene erstellt:

10 Ernährungsempfehlungen bei Reizdarm-Syndrom

  1. Erhöhte Flüssigkeitszufuhr
  2. Die Ernährung sollte den Verzehr von fermentierten Milchprodukten mit probiotischen Eigenschaften beinhalten
  3. Einschränkung von blähenden Nahrungsmitteln
  4. Einschränkung von fetthaltigen Nahrungsmitteln
  5. Keine koffeinhaltigen Getränke und Cola
  6. Kein Alkohol
  7. Keine großen Portionen essen
  8. Langsam essen und sorgfältig kauen
  9. Weder Sorbitol noch Fructose verzehren
  10. Übermäßige Belastungen vermeiden

Quelle: ots

 

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