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Jährlich 2500 Tote durch Unfälle in Österreich

Programm für Unfallverhütung soll Zahl der Toten senken

28.06.2006

Das Gesundheitsministerium legt ein umfassendes Programm für Unfallverhütung vor, mit dem die Zahl der Unfalltoten bis 2010 um 25 Prozent gesenkt werden soll. Österreich ist das erste europäische Land mit einem solchen Plan. Bis 2010 soll damit 2500 Menschen das Leben gerettet werden.  Anlässlich der Ersten Europäischen Konferenz für Verletzungsverhütung, die derzeit auf Einladung des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) in Wien stattfindet, fordern auch die Europäische Union und die Weltgesundheitsorganisation WHO entschlossene Maßnahmen der Unfallverhütung und empfehlen ihren Mitgliedsstaaten nationale Aktionspläne - nach dem Vorbild Österreichs.

Jährlich sterben in Österreich rund 2500 Menschen an Unfällen (2466 im Jahr 2004). Unfälle sind damit die fünftgrößte Gruppe von Todesursachen in Österreich. Bei Jugendlichen und Erwachsenen zwischen 15 und 39 Jahre sind Unfälle sogar Killer Nummer Eins. Bundesministerin Rauch-Kallat hat im Vorjahr das KfV beauftragt, einen Plan auszuarbeiten, mit dem Österreich zu den sichersten Ländern der Europäischen Union aufschließen kann und mit dem die Zahl der Unfalltoten um 25 Prozent gesenkt werden soll.

Österreichisches Programm zur Unfallverhütung

Gemeinsam mit dem KfV hat das Ministerium für Gesundheit und Frauen fünf Strategien entwickelt, um die Zahl der Verletzten und Getöteten in Folge von Unfällen spürbar zu senken:

  • Erhöhung der Sicherheit der Lebensumwelt, etwa durch technische Maßnahmen zur Gefahrenabwehr oder zum persönlichen Schutz - z.B. bessere Sicherheitsbestimmungen in den Bauordnungen, Förderung des barrierefreien Bauens auch im Privatbereich, Radhelmpflicht für Kinder

  • Stärkung der Eigenverantwortung durch bessere Information über Unfallgefahren und Sicherheitsmaßnahmen - z.B. verstärkte Informationstätigkeit der Krankenkassen, jährliche Kampagnen zu wichtige Themen, Koppelung der Sportförderung an das Vorhandensein von Unfallverhütungsprogrammen der Sportverbände

  • Verbesserung der Qualifikation relevanter Berufsgruppen: Ärzte, Heimhilfen, Lehrer, Gewerbetreibende sollen bereits in ihrer Ausbildung die wichtigsten Unfallgefahren und Abhilfen kennen lernen, um ihre Patienten, Klienten, Schüler und Kunden auch in Sicherheitsfragen beraten zu können.

  • Unterstützung von Entscheidungsträgern und Multiplikatoren durch Daten und Informationen: Unfallstatistik zur Schwerpunktsetzungen, Beratungsstellen zur Information über wirksame Sicherheitsmaßnahmen

  • Koordination der Umsetzung des Programms: mit jährlichen Unfallverhütungskonferenzen, Spezialplänen für Sicherheit von Kindern, alten Menschen, Menschen am Arbeitsplatz.

"Sicherheit ist nicht nur Verantwortung jedes Einzelnen. Es braucht auch die Mitwirkung der Meinungsbildner wie der Ärzteschaft, des Handels und der Sportverbände. Und es braucht die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Es freut uns sehr, dass das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen Unfallprävention zu einem der Schwerpunkte der Gesundheitsförderung macht und eine Führungsrolle übernimmt um der Zusammenarbeit der vielen zuständigen Stellen zu erleichtern", sagt Thann.

Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit

 

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