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Neue Erkenntnisse zur Ursache einer Thrombose

Neue Erkenntnisse in der Thromboseprävention

20.06.2006

Die Ergebnisse einer neuen Studie bieten Erkenntnisse zur Ursache von Thrombosen. Die Studie wurde vom University Medical Center Utrecht (UMCU) in den Niederlanden in Zusammenarbeit mit der University of Cambridge in Grossbritannien durchgeführt. Die Studie war insbesondere bei der Ermittlung des genauen Ortes, an dem sich das Willebrand-Faktor-Protein an Kollagen heftet, erfolgreich - dem ersten Schritt bei der Thrombusbildung. Diese Entdeckung macht es nun möglich, mit der Entwicklung eines Arzneimittels zu beginnen, dass die Plättchenadhäsion blockiert, was einen wichtigen Schritt bei der Thrombosebehandling markiert.

Die Atheriosklerose oder arterielle Thrombose beginnt damit, dass die Gefässinnenwand rau wird, was dazu führt, dass die Plättchen stecken bleiben. Dies kann schliesslich zur Bildung von Blutgerinnseln führen. Das nennt man Thrombose. Verstopft die Thrombose das Blutgefäss vollständig, so wird das nachgeordnete Gewebe nicht mit Sauerstoff versorgt und es kommt beispielsweise zur Infarktbildung im Herzen oder im Gehirn. Die arterielle Thrombose entsteht da, wo die Fliessgeschwindigkeit des Blutes hoch ist und das Vorhandensein des von Willebrand-Faktors wichtig für die Plättchenadhäsion ist.

Die Plättchen kleben an den beschädigten Gefässwänden aufgrund eines "adhäsiven Proteins": dem von Willebrand-Faktor Protein, das nach seinem Entdecker Erik von Willebrand benannt ist. Dieses Protein bildet eine Brücke zwischen den Plättchen und dem Kollagen, einem Schlüsselbaustein der Gefässwand, die in den beschädigten Gefässen exponiert ist. Nach Professor P.G. de Groot, Forscher an der UMCU, werden "weitere Untersuchungen es uns ermöglichen, die Adhäsion von Blutplättchen an arteriosklerotischen Blutgefässwänden zu reduzieren. Das könnte neuen Therapien die Tür aufstossen und uns ermöglichen, die klinischen Folgen von Arteriosklerose, d. h. die Thrombusbildung zu beeinflussen."

Rauchen, hohe Cholesterinwerte, Diabetes und hoher Blutdruck tragen zur Entstehung arterieller Thrombose bei. Jährlich sind viele tausend Menschen von den Folgen von Herzanfällen, Herzschlag oder sonstigen Gefässleiden betroffen, die von arterieller Thrombose verursacht werden.

Quelle: ehaweb.org

 

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