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Thrombose: Gefahr im Flugzeug

Nicht nur Enge ist eine Gefahr

14.03.2006

Gemeinhin wird vor allem das lange und beengte Sitzen für das gesteigerte Thrombose-Risiko auf Flugreisen verantwortlich gemacht. Niederländische Forscher der Leidener Uniklinik zeigen sich nun allerdings überzeugt, dass auch andere Bedingungen in den Flugzeugkabinen die Wahrscheinlichkeit einer tiefen Beinvenen-Thrombose beeinflussen.

Neben den beengten Sitzverhältnissen können demnach auch der niedrige Druck und die geringere Sauerstoffzufuhr für manche Passagiere zu Risikofaktoren werden, erklären die Forschungsleiter Frits Rosendaal und Suzanne Cannegieter. Die Wissenschafter hatten mit ihrem Team bei 71 gesunden Probanden die Gerinnselgefahr in verschiedenen Situationen erhoben. Die Teilnehmer begaben sich dazu für jeweils acht Stunden ins Flugzeug, ins Kino oder gingen Alltagstätigkeiten nach.

Vor, während und nach dem Flug, sowie nach den Filmvorführungen und den sonstigen Verrichtungen maßen die Forscher die Konzentration von Gerinnungsfaktoren, die auf die Neigung zu einem Blutgerinnsel schließen lassen. Dabei wurde deutlich, dass der so genannte Thrombin-Antithrombin-Komplex bei den Flugreisen um durchschnittliche 30 Prozent anstieg, während in den anderen Situationen ein leichtes Absinken festgestellt wurde. Folglich dürften in luftiger Höh' neben dem langen Stillsitzen noch weitere Gegebenheiten die Thrombose-Gefahr steigern, lautet die Schlussfolgerung des holländischen Teams.

Quelle: Reuters Health

 

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