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Therme Wien Med: Neue Therapien bei Lungen- und Atemwegserkrankungen

Der Atemnot den Kampf ansagen


21.03.2012

Wenn sie gut funktionieren, beachtet sie keiner, dabei verrichten unsere Atemwege permanent Schwerstarbeit: Sie befördern und reinigen tagtäglich ungefähr 10.000 Liter Luft und sorgen dafür, dass wir genügend Sauerstoff aufnehmen. Aufmerksamkeit bekommen die wichtigen Organe erst, wenn einem buchstäblich die Luft wegbleibt. Weltweit leiden 210 Mio. Menschen an der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), auch bekannt als "Raucherlunge", und 300 Mio. Menschen an Asthma bronchiale - Tendenz steigend. In Österreich sind rund 1,6 Millionen Menschen von einer Allergie, zwischen 600.000 und 700.000 Personen von Asthma betroffen und etwa ebenso viele haben COPD.

Akute Atemnot verbunden mit heftigen Hustenanfällen und Auswurf sowie die Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit sind die typischen Symptome einer Lungen- oder Atemwegserkrankung. Zu den Ursachen zählen Rauchen, Luftverschmutzung, aber auch der Umgang mit schädlichen Chemikalien und virale Infekte können die Lungenfunktion nachhaltig beeinträchtigen. Zudem spielen genetische Aspekte und die Ernährung bei der Entstehung von Lungenerkrankungen eine Rolle.

Die Therme Wien Med bietet seit 1. Februar 2012 eine Ambulante Pneumologische Rehabilitation an, die sich an den internationalen Guidelines für Rehabilitation bei Lungen- und Atemwegserkrankungen orientiert. Dr. Ralf Harun Zwick, Ärztlicher Leiter des neuen pneumologischen Zentrums in der Therme Wien Med: "Studien haben ergeben, dass Atemmuskeltraining sowie Ausdauer- und Krafttraining signifikante Verbesserungen bei Patienten mit einer chronischen Lungen- oder Atemwegserkrankung bewirken. Daher ist trotz medikamentöser Behandlung bei einer chronischen Lungenerkrankung immer auch eine pneumologische Rehabilitation angebracht."

Neben der konservativen medikamentösen Behandlung bildet die multidisziplinäre Rehabilitation mit Atemmuskel-training, Ausdauer- und Krafttraining einen wesentlichen Bestandteil in der Therapie von chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen. Ziele sind die Reduktion von Atemnot, die Steigerung der körperlichen Aktivität und die bestmögliche Unabhängigkeit im täglichen Leben. In einer Studie, durchgeführt unter der Leitung von Dr. Ralf Harun Zwick, wurde der Effekt einer einjährigen ambulanten pneumologischen Rehabilitation auf Patienten mit COPD untersucht. Dr. Zwick: "Die Ergebnisse zeigen eine eindeutige Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Es wurde nachgewiesen, dass die Sauerstoffaufnahme statistisch signifikant gesteigert werden konnte. Weiters wurde festgestellt, dass das Fortschreiten der Erkrankung und somit auch die Anzahl der Spitalsaufenthalte verringert wurden."

Die Behandlungsschwerpunkte im Rahmen der Ambulanten Pneumologischen Rehabilitation in der Therme Wien Med liegen auf chronischer Bronchitis, COPD, Emphysem, Asthma bronchiale, Bronchiektasie, Lungengerüsterkrankungen wie Lungenfibrose, Sarkoidose oder Farmerlunge, pulmonale Hypertonie sowie Vor- oder Nachbehandlungen bei Operationen am Brustkorb. "Ein interdisziplinäres Ärzte- und Therapeutenteam bestehend aus Atemphysiotherapeuten, Sportwissenschaftern, Ernährungsberatern und Psychologen betreut Patienten in ihrem persönlichen sozialen Umfeld und erstellt entsprechend des Krankheitsbildes einen maßgeschneiderten Therapieplan. Die Ambulante Pneumologische Rehabilitation bietet eine Alternative zu stationären Aufenthalten und ermöglicht damit eine wohnortnahe berufsbegleitende Behandlung", erläutert Mag. Christian Breitfuß, General Manager der Therme Wien Med, das interdisziplinäre Angebot.

Die Kosten für eine ambulante pneumologische Rehabilitation in der Therme Wien Med werden von der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) oder der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) übernommen. Weitere Infos unter www.thermewienmed.at

 

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