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Neujahrsvorsatz: Besser mit Stress umgehen

Einen gelasseneren Umgang mit Stress kann man trainieren.


30.12.2013

Bildquelle: iStockPhoto.com / mapasik
Gesünder essen, mehr Sport, mehr Zeit für Familie und Freunde, weniger Stress - das sind die guten Vorsätze, die traditionell auf der To-do-Liste für das neue Jahr stehen. Die meisten Vorsätze haben eine sehr kurze Halbwertszeit. Damit nach den Festtagen nicht der Frust über wieder einmal nicht erreichte Ziele einsetzt, sollten Sie sich fit gegen negativen Stress machen.

Der Psychologe Heiko Schulz meint dazu: "Wer bisher nicht gesund gelebt hat, wird nicht von heute auf morgen seinen kompletten Lebensstil verändern. Wichtig ist, sich kleinere Zwischenziele zu setzen, die auch erreichbar sind." Beim Thema Stress empfiehlt der Psychologe eine entspanntere Herangehensweise: "Viele erleben heute in ihrem Job, dass sich Arbeit verdichtet und durch die mobile Kommunikation verschwimmen zusehends die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit." Aktuelle Studien zeigen, dass heute schon mehr als die Hälfte der Menschen in Industrieländern regelmäßig gestresst sind. "Es ist also eher unwahrscheinlich, dass der Stress künftig abnimmt. Möglich ist aber, sich einen gelasseneren Umgang anzutrainieren", so Schulz. Die Psychologie bezeichnet diese Widerstandskraft als Resilienz. Resiliente Menschen haben ein starkes seelisches Abwehrsystem. Sie können auch mit extremer Anspannung umgehen und sich von Stress-Situationen schnell erholen. Resilienz ist zum Teil Veranlagung, kann aber auch trainiert werden. Viele Betriebe setzen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement bereits Resilienztrainings ein, um stressfest zu werden.

Aber auch jeder Einzelne kann dazu beitragen, sein psychisches Immunsystem zu stärken. Eine wichtige Grundlage sind stabile Beziehungen zu Menschen, die Halt und Zutrauen geben. Eine aktuelle Stressstudie bestätigt das: Nur ein Sechstel der Befragten, die in einer Beziehung leben, gaben an, in den letzten drei Jahren seelisch belastet gewesen zu sein. Bei den Singles waren es fast 30 Prozent. "Außerdem spielt es eine entscheidende Rolle, ob man mit dem eigenen Leben zufrieden ist und ob man zum Beispiel einen Job hat, der Spaß macht", so Gesundheitsexperte Schulz.

Als guten Vorsatz für das nächste Jahr empfiehlt Heiko Schulz deshalb: "Den eigenen Lebensstil einmal zu hinterfragen: Gibt es etwas in meinem Leben, dass mich glücklich macht, eine Aufgabe oder auch ein Hobby? Habe ich ein soziales Umfeld, Freunde und Familie, die Rückhalt geben?" Anderenfalls sollte man auch den Mut haben, Weichen neu zu stellen. "Die heutige Generation hat mehr Chancen und Freiheiten als je zuvor. Doch die vielen Möglichkeiten, ob man mit oder ohne Kinder, auf dem Land oder in der Stadt leben möchte, welcher berufliche Weg eingeschlagen werden soll, überfordern auch viele. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig zu überprüfen, ob der Kurs noch der richtige ist. Seelische Gesundheit ist ein Prozess, der täglich neu gestaltet wird."

Quelle: TK, news aktuell