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Stress-Faktoren m. bewusster Entspannung begegnen

Ruheoasen schaffen und Überlastung vorbeugen

11.06.2009


Notebook, Mobiltelefon, Smartphone - zahlreiche Erfindungen haben in den letzten Jahrzehnten die Kommunikationsmöglichkeiten und damit unser Leben verändert. Das bedeutet aber auch: Es bleibt immer weniger Zeit zum Abschalten. Der Mensch ist im Alltags- und Berufsleben einer Flut von Eindrücken und Reizen ausgesetzt, die von den Sinnesorganen und dem Gehirn verarbeitet werden müssen. Nach einer aktuellen Studie der Techniker Krankenkasse gibt allein ein Drittel der Berufstätigen an, von Informationen überflutet zu werden. Stetige Verfügbarkeit, hohe Informationsdichte und Komplexität belasten den Organismus, führen zu Stress und können Kopfschmerzen verursachen. Deshalb ist es wichtig, mit dem richtigen Zeitmanagement Raum für Erholungsphasen zu schaffen und sich den Kopf frei zu machen.

Unausgeprochene Zielvorgabe unserer Zeit ist es, immer auf dem neusten Stand zu sein. Kommunikationsmittel wie Mobiltelefon, Notebook und Smartphone gehören dazu, führen aber gleichzeitig zu ständiger Erreichbarkeit und bestimmen bei vielen Menschen das Tempo. "Besonders wenn ein entsprechender Ausgleich fehlt, führt dies zu dem Gefühl, ständig verfügbar sein zu müssen", warnt Dr. med. Sabine Schonert-Hirz, Gesundheitsexpertin und Buchautorin zum Thema Stressmanagement. Vermeintliche Entspannung wie das Hören lauter Musik oder stundenlanges Fernsehen können die Wahrnehmungssinne noch zusätzlich belasten. Was häufig fehlt, ist die Möglichkeit sich zurückzuziehen und Ruhe zu finden. "Eine hohe Informationsdichte und zunehmend komplexe Zusammenhänge im Alltags- und Berufsleben sind daher potenzielle Stressfaktoren", erklärt Schonert-Hirz.

Ob der Einzelne ein Überangebot an Reizen allerdings als Druck oder als willkommene Vielfalt erlebt, ist auch eine Frage der Persönlichkeit. Nicht die Situation löst den Stress aus, sondern ihre individuelle Bewertung. Wohl dosiert, kann Stress durchaus positiv sein, indem er geistige und körperliche Höchstleistungen ermöglicht. Wird die kurzfristige Anspannung jedoch zum Dauerzustand, ist der Stress negativ und beeinträchtigt Gesundheit und Wohlbefinden. "Eine Reizüberflutung in Verbindung mit Hektik, Bewegungsmangel sowie unregelmäßigem Schlaf-Wach-Rhythmus erhöht unter anderem das Risiko für Kopfschmerzen", sagt Schonert-Hirz.

Besonders häufig treten bei starkem Stress Spannungskopfschmerzen auf, denn psychische Faktoren verstärken die Muskelanspannung, reduzieren die körpereigene Schmerzabwehr und erhöhen die Schmerzempfindlichkeit. Denn seelischer Druck kann den Stoffwechsel im Gehirn verändern. Dadurch sinkt unter anderem der Serotoninspiegel und damit auch die Schmerzschwelle im Gehirn. Um zu verhindern, dass sich der Schmerz verselbständigt, ist rasche Linderung besonders wichtig. Eine bewährte Lösung bei stressbedingten leichten bis mäßig starken Kopfschmerzen sind rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke wie z.B. Aspirin Plus C. Der Vitamin-C-Zusatz ist sinnvoll, da bei Stress der Vitamin-C-Verbrauch im Körper steigt.

Um Kopfschmerzen und anderen gesundheitlichen Belastungen vorzubeugen, ist es wichtig, mit Stress möglichst bewusst umzugehen: Das bedeutet, die Stressfaktoren zu erkennen und den Tagesablauf möglichst selbst zu organisieren. Dazu gehört, Prioritäten zu setzen, einzelne Verpflichtungen auf ihre Vereinbarkeit zu überprüfen und Aufgaben sinnvoll zu planen. Einer Reizüberflutung lässt sich mit regelmäßigen kleinen Auszeiten und Ruheoasen entgegen wirken. Auf der körperlichen Ebene kann die biologische Stresstoleranz durch regelmäßigen Ausdauersport, etwa Laufen, Radfahren oder Schwimmen, erhöht werden. Auch kurze Bewegungs- und Revitalisierungsübungen zwischendurch helfen, Stress abzubauen. Darüber hinaus lassen sich durch Yoga, Tai Chi oder Qi Gong Bewegung und Entspannung effektiv kombinieren.

Tipps für Entspannungs-Pausen im Alltag:

  • Atem-Yoga: Zunächst aufrecht hinsetzen, dann mit dem rechten Daumen das rechte Nasenloch zuhalten und zwei Minuten lang tief ein- und ausatmen. Anschließend mit einem Finger der linken Hand das linke Nasenloch verschließen und erneut bewusst atmen.

  • Tagträumen: Einen schönen Ort oder eine schöne Situation vorstellen und sich tief in die Situation hineinversetzen.

  • Sprichwörtlich abschalten: Handy, Computer, Fernseher oder Radio ausschalten, Tür schließen, das Licht dimmen und die Gedanken treiben lassen.

  • Muskeln entspannen: Mit geballten Fäusten die Unterarme eng gegen die Oberarme ziehen und die Schultern in Richtung Hals heben. Die Spannung in Arm- und Schultermuskeln halten, und nun auch alle Hals-, Rücken- und Beinmuskeln anspannen. Die Spannung in allen Muskeln halten, fest die Augen schließen, tief einatmen und den Atem fünf Sekunden lang anhalten. Dann mit einem Mal die Spannung lösen und ausatmen.

  • Im Grünen Energie tanken: Eine halbe Stunde im Park oder im Wald spazieren gehen und Ruhe und Naturgeräusche genießen.

Quelle: lifepr

 

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