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Schlechte Stimmung fördert ungesundes Essen

Nährwert-Infos können dabei aber hilfreich sein

07.02.2007

Eine US-Studie hat gezeigt, dass Stimmungstiefs zu ungesundem Frust-Essen verleiten, dies aber durch Information über den Nährwert der Snacks verbessert werden kann. Im Rahmen der Studie veranstalteten die Wissenschafter einen Fernsehabend mit zweierlei Knabbereien: In diesem Setting nahmen 38 Probanden teil, die dem Zusammenhang zwischen Gemütslage und Essverhalten nachgehen sollten. Auf dem Programm standen entweder die Komödie "Sweet Home Alabama" oder aber die herzergreifende "Love Story". Als Snacks standen heiße, gesalzene Popcorn mit Butter und kernlose Weintrauben zur Auswahl.

"Nachdem die Filme vorbei und die Tränen weggewischt waren, hatten jene, die 'Love Story' gesehen hatten, um 36 Prozent mehr Popcorn gegessen als das Publikum des peppigen 'Sweet Home Alabama'", fasst der Marketing-Professor Brian Wansink zusammen. Die Zuschauer in der Komödien-Gruppe hatten zwar ebenfalls in die Popcorn-Schüssel gegriffen, den gesünderen Weintrauben aber mehr Aufmerksamkeit geschenkt, so der Bericht im "Journal of Marketing".

Wansinks Erklärung: In glücklicher Stimmung wollen Personen zwar mit leiblichen Genüssen kurzfristig ihre Laune beibehalten oder steigern, denken aber auch langfristig und wenden sich daher Snacks mit höherem Nährstoffgehalt zu. Wer deprimiert sei, wolle sich dagegen mit einem wohlschmeckenden Genuss ein Stück unmittelbare Aufmunterung verschaffen.

In einem zweiten Schritt wollten die Wirtschaftsforscher von der Cornell University untersuchen, inwieweit die Bereitstellung von Lebensmittel-Informationen den Verzehr von tröstenden Snacks beeinflusst. Statt einer Filmvorführung gab es diesmal einen Mix aus Aufgaben: Die Probanden sollten etwa Beschreibungen von Dingen verfassen, die sie glücklich oder traurig machten, und fröhliche oder triste Geschichten lesen. In einer Gruppe gab es zudem Nährwert-Informationen über Popcorn zu lesen, in der anderen hingegen nicht.

Bei der anschließenden Verköstigung zeigte sich Folgendes: Die Teilnehmer in trauriger Gemütslage, die keine Informationen zur Nahrung gelesen hatten, verspeisten doppelt so viel Popcorn wie die heiter gestimmten. Allerdings: Während die fröhlichen informierten Studienteilnehmer ihren Snack-Konsum aufgrund der Nährwert-Infos kaum veränderten, drosselten die traurigen informierten Teilnehmer ihren Popcorn-Verbrauch merklich.

Personen, die vor allem bei Missstimmung anfällig für übermäßigen Verzehr von Nahrung sind, gibt Wansink daher folgenden Tipp: Bei drohendem Frust-Essen könnte es sinnvoll sein, sich mit den Nährstoff-Informationen auseinanderzusetzen, um bei den essbaren Stimmungsaufhellern nicht über die Stränge zu schlagen.

Quelle: cornell, netd, news-medical

 

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