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Sportler leiden früher an Haarausfall und Glatze

Studie bei Handballern und Fußballern bestätigt Vermutung

29.01.2007

Leistungssport, aber auch Freizeitsport kann mit unerwünschten Begleiterscheinungen verbunden sein. Einer besonderen Gefahr sind dabei offenbar die Haare ausgesetzt. Dies haben Wissenschaftler der Saluto und der Dr. Wolff-Forschung in einer Pilotstudie herausgefunden, an der Profi- und Amateur-Handballspieler teilnahmen. Sportliche Höchstleistungen können die Haarsubstanz nachhaltig schädigen, so das Ergebnis.

"Die Studie bestätigt vergleichbare Untersuchungen in den USA aus dem Jahre 2005, die bei Fußballspielern vorgenommen worden sind", erläutert der Leiter der Dr. Wolff-Forschung, Dr. Adolf Klenk. "Generell wissen wir, dass nicht nur erbliche Vorbelastung Haarausfall verursacht, sondern dass auchStress ein wichtiger Einflussfaktor ist.

Im Leistungs- und Freizeitsport haben es die Belastungen für die Haare unter Umständen besonders in sich, schlussfolgern die Wissenschaftler aus den Ergebnissen der Pilotstudie. Grund ist das männliche Hormon Testosteron. Unter Anspannung und körperlicher Anstrengung steigt der Testosteron-Spiegel und der des Stresshormons Cortisol. Dies führt zu einem Energiemangel, der sich unter anderem in den Haarwurzeln bemerkbar macht. Das Risiko für Haarausfall steigt. In den Speichelproben der Spieler wurden durchgängig hohe Cortisol-Werte gemessen, zum Teil lag die Zunahme bei über 1.000 Prozent - mit entsprechenden Folgen für die Versorgung der Haarwurzeln.

Nicht zu unterschätzen sind nach Einschätzung der Wissenschaftler insbesondere die psychischen Momente im Leistungssport. Die Wichtigkeit bestimmter Spiele, die Erwartungshaltung und die Emotionen im Stadion geben dem Stress noch einmal einen zusätzlichen Kick. So könnten zum Beispiel Weltmeisterschaften zu einer besonders "haarigen" Angelegenheit werden. Saluto-Chef Dr. Elmar Wienecke: "Die Ergebnisse haben uns in ihrer Deutlichkeit überrascht. Je mehr Stress die Spieler haben, desto größer ist der energetische Engpass an den Haarwurzeln. Das ist ganz klar ablesbar. Bei der WM werden die Cortisol-Werte deshalb vermutlich noch ein Stück nach oben gehen." Sehr aufschlussreich findet Dr. Wienecke auch die Resultate im Nichtprofibereich. "Die Profisportler weisen zwar eine wesentlich höhere physische Leistungsvoraussetzung auf als der Amateursportler, aber die Stressbelastung des Amateursportlers kann die gleiche Dimension wie die des Profisportlers annehmen." Das sei dann so, als ob ein VW-Motor wie ein Porsche-Motor gefahren werde.

Zum Glück sind die von einem möglichen Haarausfall betroffenen Sportler nicht machtlos. Man kann heutzutage gezielt etwas gegen Haarausfall tun - indem man zum Beispiel coffeinhaltige Produkte für die Haare verwendet. Ihre positive Wirkung auf die Leistungssteigerung der Haarwurzeln ist wissenschaftlich nachgewiesen. Coffein ist für Sportler unbedenklich, denn es steht nicht mehr auf der Dopingliste, darf also als vorbeugendes Mittel gegen Haarausfall bedenkenlos eingesetzt werden im Gegensatz zu anderen Substanzen, die verboten sind und bereits Dopingfälle verursacht haben.

Quelle: Dr. Wolff-Forschung

 

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