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Sport und Bewegung auch im Winter

Umfrage: Österreicher sind Bewegungsmuffel mit guten Vorsätzen

Nur wenige ÖsterreicherInnen sind in der kalten Jahreszeit körperlich aktiv oder nutzten etwa die Weihnachtsfeiertage für mehr Bewegung. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter 500 Österreicherinnen und Österreichern, die das Institut für Strategische Markt- und Meinungsforschung (ISMA) nun veröffentlicht hat: 41 Prozent der Landsleute sind im Winter körperlich inaktiver als im restlichen Jahr. Und 22 Prozent geben zu, im Winter "nichts" für ihre Gesundheit zu tun. Selbst während der Weihnachtsfeiertage, wenn es mehr Gelegenheit für Sport und Bewegung gibt, blieben die Österreicher hauptsächlich passiv: Nur 18 Prozent gaben vor Weihnachten an, die Festtage für Bewegung, Sport oder lange Spaziergänge nutzen zu wollen.

Der Fonds Gesundes Österreich drängt auf Grund dieser Umfragedaten zu mehr Bewegung: "Jede zusätzliche körperliche Aktivität kann gesundheitsförderlich sein. Gerade nach den Feiertagen, wenn viele zugenommen haben, sollte man bewusst mehr Bewegung in den Tagesablauf integrieren."

"Um das Gewicht zu regulieren und körperlich aktiv zu bleiben, muss aber nicht unbedingt Leistungssport betrieben werden. Auch flottes Gehen aktiviert den Stoffwechsel und verbrennt zusätzliche Kalorien. Dies gilt ebenso, wenn statt eines Liftes die Treppe benutzt wird. Außerdem sollte man möglichst viele Wege zu Fuß statt mit Straßenbahn oder Auto zurückzulegen", rät Dennis Beck, Geschäftsführer des FGÖ. Mit seiner aktuellen Initiative "Bewusst gesünder leben" möchte der Fonds die Menschen zu solcherart "mäßigem, aber regelmäßigem" Gesundheitssport anregen.

Univ.-Prof. Dr. Paul Haber, der Leiter der Ambulanz für Sport- und Leistungsmedizin am Wiener AKH, rechnet die Vorteile des mäßigen Sports für das Körpergewicht vor: "Der Grundumsatz an Energie des menschlichen Körpers beträgt im Ruhezustand etwa eine Kilokalorie pro Kilogramm Körpergewicht und Stunde. Bei moderaten Ausdauerbelastungen wie schnellem Gehen, Laufen, Ski-Langlauf oder Radfahren im Freien oder am Heimtrainer kann der Energieumsatz aber um das Fünf- bis Siebenfache erhöht werden." Das bedeutet, dass etwa ein Mensch mit einem Körpergewicht von 80 Kilogramm bei einer Stunde Jogging - oder raschem Gehen - 400 bis 560 Kilokalorien mehr verbraucht als bei einer Stunde im Fernseh-Fauteuil. Durch die zusätzliche Bewegung kann etwa jene Energiemenge mehr "verwertet" werden, die in 100 Gramm Vollmilchschokolade, einem 150-Gramm-Stück Schwarzwälder Kirschtorte oder einer 150-Gramm-Portion Wiener Schnitzel enthalten ist.

Neben der Bewegung im richtigen Ausmaß ist jedoch auch die richtige Ernährung - mit wenig tierischen Fetten, vergleichsweise vielen kohlenhydratreichen Speisen und mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag - generell die Basis für einen gesunden Lebensstil. Darauf verweist Univ.-Prof. Dr. Anita Rieder vom Institut für Sozialmedizin der Universität Wien, Beirätin des Fonds Gesundes Österreich: "Wer während des ganzen Jahres auf einen gesunden Lebensstil achtet, für den sind ein oder zwei reichhaltige Feiertagsmenüs mit nicht allzu großen Portionen sozusagen "lässliche Ernährungssünden", die durch zusätzliche Bewegung wieder ausgeglichen werden können."

Einen Silberstreifen am Horizont stellen jedenfalls die gesundheitlichen Pläne der Österreicher dar: 54 Prozent der Landsleute wollen laut der ISMA-Umfrage heuer mehr Bewegung machen, und 41 Prozent geben an, sich gesünder ernähren zu wollen.

Quelle: FGÖ


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