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Sport ist gut fürs Gehirn

Sportliche Betätigung steigert die Intelligenz , Lernfähigkeit und Kreativität

Sportliche Betätigung steigert die Intelligenz und fördert Lernerfolge. Wer beim Lernen sportlich trainiere, tue sich leichter und erhöhe seine Intelligenz entscheidend, erklärt Prof. Dr. Henner Ertel von der Gesellschaft für Rationelle Psychologie in München. Stillsitzen und konzentrieren bringe dagegen wenig. Der Professor verwies auf eigene Studien mit fast 30.000 Teilnehmern, die ein spezielles Lernprogramm auf einem neu entwickelten Fahrrad-Ergometer absolvieren mussten.

Innerhalb von 36 Wochen erhöhte sich der Intelligenzquotient der Testpersonen nach Angaben Ertels im Durchschnitt von 99 auf 128. Die Gedächtnisleistung habe sich um 42 und die Lernfähigkeit um 39 Prozent verbessert. Außerdem seien die Testpersonen im Durchschnitt um 44 Prozent kreativer geworden.

Aber auch ein hausgemachtes Sporttraining steigert dem Wissenschaftler zufolge die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Wichtig sei im Grunde nur eine rhythmische Bewegungsart, weil sie eine starke Wechselwirkung zwischen beiden Gehirnhälften bewirke. Dabei solle aber kein falscher Ehrgeiz entwickelt werden, "sonst zehren die Muskeln alle Ressourcen auf, und das Hirn kommt zu kurz", warnt Ertel. Wer die Balance halte, könne dabei durchaus Zeitschriften, Bücher oder Akten lesen, sie besser verstehen und obendrein seine Intelligenz um wenigstens zehn Prozent verbessern.

Bewegung – und dadurch eine bessere Durchblutung – fördert die geistigen Fähigkeiten. Sport hält das Gehirn fit, auch im Alter. Vermutet haben Neurobiologen und Sportwissenschaftler das schon seit langem. Bereits in den 1960er-Jahren leisteten Forscher der Deutschen Sporthochschule (DSHS) in Köln Pionierarbeit, als sie in Experimenten mit Tieren und Menschen beobachteten, wie gezieltes körperliches Training auch Einfluss auf die Gehirnfunktion hat. Die körperliche Aktivität verbessert die Plastizität des Gehirns, und kann mitunter das Fortschreiten von Demenz bremsen.

Eine Studie des Beckman-Institutes der University of Illinois in Urbana in den USA hat Anfang 2004 ergeben, dass körperlich fitte Menschen deutlich kürzere Reaktionszeiten haben, sich besser konzentrieren können und weniger Fehler machen. Kurz: Joggen trainiert in jedem Alter auch das Gehirn. Das amerikanische Forscherteam untersuchte eine Gruppe von 55- bis 79-Jährigen auf ihre körperliche Fitness und ließ sie einen Test absolvieren, bei dem aus einer Reihe von Symbolen das jeweils in der Mitte liegende schnell erkannt und zugeordnet werden musste. In einer zweiten Studie machten die Teilnehmer ein sechsmonatiges Aerobicprogramm und wurden auf die Veränderung ihrer körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit hin untersucht. Nach wöchentlich drei Aerobicstunden über sechs Monate hinweg hatte sich auch die Hirnleistung ehemals "träger" Versuchtsteilnehmer erheblich gebessert.

Doch man sollte es mit dem Sport nicht übertreiben. Im Gegensatz zu gut dosiertem körperlichen Training führen Überbelastungen von längerer Dauer zur Rückbildung von Dendriten. Dendriten sind Fortsätze von Nervenzellen und leiten die Nachrichten von einer Zelle an die andere weiter. Forscher haben an Ratten sogar beobachtet, wie zu viel körperliche Aktivität im Gehirn zu einer Rückbildung des Hippocampus (u.a. Organisator des Langzeitgedächtnisses) führte.

Eine bessere Immunabwehr, gestärkte Herz-Kreislauffunktionen und einen stabilen Blutdruck: All das kann man mit regelmäßigem Sport erreichen. Um diesen Effekt zu erzielen, muss man kein Supersportler werden. Schon regelmäßige Spaziergänge in etwas schnellerem Tempo oder häufiges Treppensteigen steigern die Hirndurchblutung um rund 20 Prozent. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung des Gehirns deutlich verbessert, und die Gehirnzellen können mehr leisten.

Quelle: dgk

 

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