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Spannungskopfschmerzen frühzeitig behandeln

Sonst besteht die Gefahr, dass die Schmerzen chronisch werden

"Soviel wie nötig, so wenig wie möglich": Dieser Standardsatz klingt etwas abgenutzt: Er gilt seit Jahren für unzählige Therapien. Doch es steckt viel Wahrheit darin. "Gerade bei Spannungskopfschmerzen kann übermäßiger Gebrauch von Schmerzmitteln zu dauerhaftem Kopfweh führen", meint Dr. med. Jan-Peter Jansen, wissenschaftlicher Beirat des Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz.

Fast jeder Zweite leidet gelegentlich unter Spannungskopfschmerzen. Manche behandeln sich mit rezeptfreien Arzneimitteln aus der Apotheke oder versuchen es mit Entspannung, Hausmitteln und Akupunktur. Andere halten die Beschwerden einfach aus. "Immer wieder werden Schmerzmittel falsch dosiert oder verschiedene Präparate gleichzeitig genommen", bedauert Jansen. Das kann fatale Folgen haben. Falsch oder unbehandelte Kopfschmerzen können chronisch werden und stellen dann ein ernsthaftes Problem für die Betroffenen dar.

"Ziel der Therapie gelegentlicher Spannungskopfschmerzen ist es, schnell wieder beschwerdefrei zu werden", erklärt der Kopfschmerzexperte. Bei gelegentlich auftretenden, leichten bis mittelstarken Schmerzen sind Kombinationspräparate mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Koffein ein gutes Mittel. "Die Vorteile bestehen in einem breiteren Wirkprofil, einem schnelleren Wirkeintritt und einer sehr guten Schmerzlinderung", begründet Jansen den Rat.

Generell empfiehlt er, die Kopfschmerzen zunächst mit nicht-medikamentösen Methoden, zum Beispiel der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson, zu behandeln. Bleiben solche Verfahren unwirksam, empfiehlt der Experte je nach Intensität der Beschwerden die Einnahme von ein bis zwei Schmerztabletten mit reichlich Wasser bei aufrechter Körperhaltung. "Die Einnahme verschiedener Schmerzmittel gleichzeitig sollte vermieden werden. Das kann zu unberechenbaren Wechselwirkungen führen", warnt Jansen.

Rezeptfreie Schmerzmittel dürfen aber nicht dauerhaft angewendet werden. Die Mittel sollten höchstens an zehn Tagen im Monat und nie länger als drei Tage hintereinander eingenommen werden. "Der Dauergebrauch von Schmerzmitteln kann selbst Kopfschmerzen verursachen", erläutert Jansen. Liegt ein Schmerzmittelkopfschmerz vor, sollte von einem erfahrenen Arzt eine spezifische und individuelle Behandlung erarbeitet werden. Adressen von Schmerzexperten finden Sie z.B. hier im Arztverzeichnis von Netdoktor ...

Quelle: DGK


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