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Soziale Kontakte als wirksames Gehirntraining

Menschen, die ihr mittleres Lebensalter aktiv und lebendig gestalten, erkranken später seltener an Demenz

22.08.2008

Gehirnjoggen oder Sudoku - Methoden zum Gedächtnistraining liegen im Trend. Wie die Zeitschrift VITAL in ihrer neuesten Ausgabe (9/2008) berichtet, haben intensive soziale Kontakte jedoch einen größeren Effekt auf das Gedächtnis und trainieren es zudem ganzheitlich.

"Soziale Kontakte bedienen sich der gleichen Klaviatur wie "Gehirnjogging", erklärt der Intelligenz- und Gedächtnisforscher Siegfried Lehrl von der Universität Erlangen. Doch während Denksport-Aufgaben meist nur ganz spezielle Gedächtnisleistungen ansprechen und trainieren, wird das Gehirn bei der sozialen Interaktion gleich auf vielen verschiedenen Ebenen gefordert. Tatsächlich summieren sich die positiven Effekte sozialer Kontakte im Laufe des Lebens offenbar zu einer insgesamt besseren Hirnleistung: In einer US-Studie zeigten Personen, die sich häufig mit anderen Menschen trafen oder mit ihnen am Telefon plauderten, deutlich bessere kognitive Fähigkeiten als Vergleichspersonen ohne häufige Kontakte.

Dazu passt auch der Befund eines Schweizer Altersforschers, nach dem Menschen, die ihr mittleres Lebensalter aktiv und lebendig gestalten, später seltener an Demenz erkranken. Die Vermutung der Experten: Aktivität und zwischenmenschliche Kontakte verbessern die Vernetzung des Gehirns und machen es widerstandsfähiger gegen Alzheimer.

Zu spät zum Lernen ist es dabei nie. Zwar lassen Plastizität und Kurzzeitgedächtnis im Alter etwas nach, so dass man Neues nicht mehr so schnell lernt. Doch nur wer Gehirn und Gedächtnis regelmäßig fordert, erhält und verbessert seine kognitive Leistungskraft. Anregend sind vor allem neue Erfahrungen und Sichtweisen. Experten empfehlen außerdem die Kombination von geistigem mit körperlichem Training wie etwa bei einem Ganzkörper-Workout, das die synaptischen Verbindungen zwischen den Gehirnzellen stärkt.

Erfolgreiches Lernen hat auch bei Erwachsenen mit Hartnäckigkeit zu tun: "Man muss das, was man neu lernen möchte, oft tun, um die Spuren im Gehirn zu verfestigen und immer besser zu werden", erklärt Dr. Karin Hille, Forschungsleiterin im Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm. Sie empfiehlt die Beschäftigung mit Dingen, die einen interessieren, und eine Lernumgebung, mit der man positive Emotionen verbindet - beides begünstige den Lernprozess.

Quelle: news aktuell

 

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