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Sorgen im Alltag vertreiben Lust und Libido

Alles dreht sich um Arbeit und Familie

18.01.2007

"Wir setzen die Sexualität mehr und mehr ans untere Ende unserer Prioritäten-Liste", beschreibt US-Psychiaterin Anita Clayton vom Gesundheitszentrum der Universität Virginia. Die Wissenschafterin beschäftigt sich in ihrem aktuellen Buch mit der zunehmenden Lustlosigkeit von Frauen - die sie auf die immer größeren Anforderungen im Alltag, allgemeinen Leistungsdruck und zu hohe Erwartungen an das Selbst zurückführt.

Stress und Überlastung im täglichen Leben ließen die Libido von Männern und Frauen leiden, so die Forscherin. Bei Frauen komme hinzu, dass sie sich, auch wenn sie mit dem eigenen Liebesleben unzufrieden sind, oft damit arrangieren und davon Abstand nehmen, etwas grundlegend zu ändern. "Wenn einer der Partner Sex initiiert, wird das vielfach nur als die Erfüllung einer weiteren Pflicht wahrgenommen." Clayton ist überzeugt davon, dass viele Frauen heute ein Maß an Lustlosigkeit akzeptiert haben, das sie schlichtweg nicht akzeptieren müssten.

Weiters sei festzustellen, dass viele kulturelle und religiöse Überzeugungen das Lustempfinden zusätzlich einschränken. Auch nach der Schwangerschaft ändere sich der Zugang vieler Frauen zur eigenen Sexualität und den eigenen Bedürfnissen. Die Menopause steht Dayton zufolge zu Unrecht für eine Zeit des Lustverlusts: Vielmehr könnten in dieser Lebensphase die größere persönliche Freiheit und die oft nachlassenden Verpflichtungen Anlass für eine Wiederentdeckung der eigenen Lust sein.

Quelle: eurekalert

 

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