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Wie gefährlich ist ein Sonnenbrand?

Auch bei bedecktem Himmel kann bis zu 80 Prozent der UV-Strahlung durchdringen.


22.07.2013

Sommer, Sonne, Ferien. Aber Vorsicht: Immer wieder nehmen es etliche Sonnenanbeter mit dem Sonnenschutz nicht so ernst, setzen sich sorglos den Sonnenstrahlen aus und werden postwendend von einem schmerzhaften Sonnenbrand heimgesucht. "UV-Schutz ist unbedingt notwendig", erklärt die Hautärztin Dr. Adelheid Kienzl. "Denn die Haut merkt sich alles!" Die Fachärztin aus St. Pölten betont, dass man bei jedem Aufenthalt im Freien an den UV-Schutz denken muss. Und zwar ohne Ausnahme. Sei es beim Sport, bei der Gartenarbeit, während eines Spaziergangs oder einer Rast im Gastgarten: Die Haut gehört geschützt. Die Ärztin empfiehlt, ein Sonnenschutzmittel mit dem Faktor 30 bis 50 zu verwenden und dieses bereits eine halbe Stunde, bevor man sich in die Sonne begibt, aufzutragen.

Manche glauben, der Schatten eines Baumes oder aufziehende Wolken schützen vor den gefährlichen Auswirkungen: Doch auch bei bedecktem Himmel kann bis zu 80 Prozent der UV-Strahlung die Wolkendecke durchdringen. "Nur ein korrekter Sonnenschutz bewahrt die Haut vor schweren Schäden", sagt Dr. Kienzl und rät: "Tragen Sie die Sonnencreme ausreichend dick auf, sonst wird der erwartete und auf der Packung angegebene UV-Schutz nicht erreicht."

Ein Sonnenbrand ist gefährlich, er führt unweigerlich zu Schäden in der DNA im Zellkern der Hautzellen. "Übersteigt der DNA-Schaden die Eigenreparaturmöglichkeiten der Haut, entstehen atypische Zellen und Krebszellen", warnt die Hautärztin. Hat man sich einen Sonnenbrand zugezogen, kann man diesen mit Cortisonlotionen kühlen und die Schmerzen lindern. Aber die Haut merkt sich alles ...

Eltern sollten sich besonders um die Haut ihrer Kinder kümmern: "Ein Sonnenbrand bei Babys darf nicht vorkommen", sagt Dr. Kienzl. Vor allem, weil die Haut von Babys und Kleinkindern noch viel dünner und empfindlicher ist als bei Erwachsenen.

Jeder hat seine besonderen Schwachstellen: Die Fachärztin weist darauf hin, besonders jene Hautareale zu schützen, die extra stark der Sonne ausgesetzt und deshalb außerordentlich empfindlich sind. Das sind genau jene Zonen, an denen Sonnenschäden und in weiterer Folge Hautkrebs entstehen. "Männer müssen besonders auf Glatze, Stirn und Handrücken achten", sagt die Spezialistin. "Bei Frauen sind neben Stirn und Handrücken die Wangen und das Dekolleté besonders sorgfältig zu schützen." Vorsicht ist auch bei Sonnenallergie geboten. Diese wird auch polymorphe Lichtdermatose genannt und tritt typischerweise an sonnenentwöhnten Hautstellen auf, die plötzlich der Sonne ausgesetzt werden.

Tipps zum Sonnenschutz:

1. Sonnenschutz bei JEDEM Aufenthalt im Freien - ob beim Sport, im Garten oder im Straßencafé. Alle, die ihren Beruf im Freien ausüben oder sich viel im Freien bewegen, müssen sich täglich vor der Sonne schützen.

2. Verwenden Sie ein Sonnenschutzmittel mit dem Faktor 30 bis 50 und tragen Sie dieses eine halbe Stunde, bevor Sie sich in die Sonne begeben, auf.

3. Generell gilt 2 mg Sonnenschutzcreme pro Quadratzentimeter Haut - das sind 1TL für Gesicht und vorderer Oberkörper, 1 TL für Rücken, 1 TL für jeden Arm und 1 TL für jedes Bein. (1 Teelöffel entspricht 5 ml. Das sind 30 ml pro Anwendung.)

4. Vergessen Sie nicht, nach dem Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen nachzucremen. Durch den Abrieb wird der Schutzfilm verdünnt.

5. Die Aufenthaltsdauer in der Sonne ist nicht unbegrenzt möglich und hängt vom Hauttyp ab. Die erlaubte Aufenthaltsdauer in der Sonne verlängert sich durch das Nachcremen NICHT.

6. Sonnenbrille und Sonnenhut sind im Sommer unbedingte Musts!

7. Achten Sie auf Ihre besonderen Schwachstellen: Männer sind besonders auf Glatze, Stirn und Handrücken empfindlich. Frauen sollten neben Stirn und Handrücken vor allem Wangen und Dekolleté sorgfältig schützen.

8. Schützen Sie besonders Babys und Kleinkinder. Ihre Haut ist viel dünner und empfindlicher. Verwenden Sie spezielle Sonnencreme für Kinder.

9. Meiden Sie direkte Sonne in der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr.

10. Schützen Sie Ihre Kinder und sich mit der richtigen Kleidung. Der Schutzfaktor für Textilien (UPF) ist bei geprüften Sonnenschutztextilien am Produkt angegeben und an einem entsprechenden Label sichtbar.

Quelle: NÖGKK

 

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