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So genießen Sie die Sonne ohne Schäden für die Haut

Zu viel Sonnenbestrahlung kann böse Folgen haben.


06.07.2016

Sommer, Sonne, Sonnenschein - die meisten Menschen nützen die schönste Zeit des Jahres zum Baden, Sporteln, Gartenarbeiten oder Faulenzen unter freiem Himmel. Doch Vorsicht: Zu viel Sonnenbestrahlung kann böse Folgen haben. Diese reichen von Sonnenallergien über Sonnenbrand bis zur Entstehung von Hautkrebs.

Sonnenlicht ist nicht nur gut für´s Gemüt, sondern fördert auch die Bildung von Vitamin D, das für den Knochenaufbau unverzichtbar ist. Doch dafür reichen ein Spaziergang pro Woche oder vier Minuten pro Tag Sonnenbestrahlung. Die Vitamin D-Bildung funktioniert auch bei bedecktem Himmel. Experten empfehlen, sich gerade im Hochsommer, wenn die Sonnenbestrahlung sehr intensiv ist, ausreichend zu schützen.

Bei der Auswahl des passenden Sonnenschutzmittels spielen der Hauttyp und die Strahlungsintensität eine Rolle. Man unterscheidet vier Hauttypen. Je hellhäutiger, desto höher muss der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme sein. Dieser reicht von 15 bis 50+. Die Strahlungsintensität hängt von der Jahres- und Tageszeit und der geografischen Breite ab. Ausserdem verstärkt sich die Wirkung etwa im Sand um bis zu 20 Prozent, im Wasser bis zu 75 Prozent, auch unter Wasser reicht die Sonnenstrahlung noch. Bei hoher Strahlungsintensität sollte man einen höheren Lichtschutzfaktor verwenden, als normalerweise für den eigenen Hauttyp empfohlen.

Jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko für langfristig schwere Hautschäden - bis hin zu Hautkrebs. Besonders schlimm ist ein Sonnenbrand bei Babies und Kindern, da ihre Haut wesentlich empfindlicher ist als die von Erwachsenen. Kinder unter drei Jahren sollten überhaupt nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden. Der beste Schutz für sie ist Schatten und Kleidung. Für Kinder gilt grundsätzlich: Kleidung aus UV-undurchlässigem Material sowie Kopfbedeckung, Nackenschutz und Schuhe sind essentiell. Hände, Gesicht, Ohren und Nacken sollten mit Sonnencremes mit höchstem Lichtschutzfaktor geschützt werden.

Sieben Sonnen-Regeln

1. Mittagssonne meiden - von 11 bis 15 Uhr lieber im Schatten bleiben

2. 3 x H hilft - Hut, Hemd und Hose aus dichtgewebten Materialien schützen

3. Der persönliche Hauttyp bestimmt den Lichtschutzfaktor (LSF):
Hauttyp I: rothaarig, Sommersprossen, helle Haut, helle Augen - LSF 50+
Hauttyp II: blond, blauäugig, helle Haut - LSF 30 bis 50
Hauttyp III: brünett, helle bis hellbraune Haut - LSF 20 bis 25 Hauttyp IV: dunkelhaarig, olive bis dunkelbraune Haut, braune Augen - LSF 15 bis 20

4. Auch indirekte Sonnenstrahlung wirkt
Im Schatten oder bei Bewölkung: 50 % Sonnenintensität. Wasser, Sand, Schnee und andere reflektierende Umgebung: Bis zu 85 % mehr!

5. Hilfe bei Sonnenbrand:
Bei leichten Rötungen: Kühlende Salben aus der Apotheke oder Naturprodukte. Bei starker Rötung oder Blasenbildung: Unbedingt ärztliche Untersuchung!

6. Risiko im Griff?
Erhöhtes Risiko besteht bei hellhäutigen Typen, einschlägigen Erkrankungen in der Familie und vorwiegendem Aufenthalt im Freien.

7. Beobachtung rettet Leben!
90 % aller Hautkrebsfälle sind bei Früherkennung heilbar. Monatliche Selbstbeobachtung und bei zahlreichen, atypischen, unregelmäßigen Muttermalen auch ein- bis dreimal jährliche Kontrolle durch den Hautarzt.

Quelle: NÖGKK, krebshilfe.net

 
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