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Solarium : Entzugserscheinungen im Sonnenstudio ?

Kunstsonnen-Anbeter können unter Entzugserscheinungen leiden

05.04.2006

Solariumbesucher holen sich von der Sonnenbank nicht nur Bräune: Das ultraviolette Licht dürfte nicht zuletzt die Stimmung aufhellen - und ein gewisses Suchtpotenzial besitzen. Für diese Annahme konnten US-Forscher vom Wake Forest University Baptist Medical Center nun weitere Belege finden. Dass UV-Strahlung sich auch auf die Laune auswirkt, sei schon bisher bekannt gewesen, erklärt Studienleiter Mandeep Kaur. Resultat der aktuellen Studie sei jedoch darüber hinaus, dass leidenschaftliche Kunstsonnen-Anbeter auch unter Entzugserscheinungen leiden könnten.

Die Wissenschafter, deren Bericht im "Journal of the American Academy of Dermatology" erschienen ist, hatten acht häufige Solariumbesucher, die sich acht- bis 15-mal im Monat bräunen ließen, und seltene Bräuner, die sich nicht häufiger als zwölfmal pro Jahr auf die Sonnenbank begaben, untersucht. Die Forscher wollten die Hypothese testen, dass das UV-Licht die Ausschüttung von Endorphinen - Hormonen, die Schmerz lindern und euphorische Gefühle auslösen - ankurbelt, und damit die Nutzung beeinflusst.

Beschwerden wie bei Drogenentzug

Dazu erhielt die Hälfte der Probanden ein Präparat, das die Wirkung von Endorphinen und anderen Opioiden blockiert, die andere Hälfte bekam ein wirkungsloses Scheinmedikament. Sodann legten sich die Teilnehmer auf die Sonnenbank - zunächst mit, dann ohne UV-Licht. Das Ergebnis: Wurde die Ausschüttung der Endorphine in hoher Dosis gehemmt, zeigten die häufigen Bräuner eine geringere Vorliebe für die UV-Sonnenbank als sonst. Die Hälfte von ihnen berichtete überdies von Beschwerden wie Übelkeit und Nervosität. Bei den seltenen Solariumbesuchern kamen diese Effekte dagegen nicht vor.

"Das Ergebnis war unerwartet und stimmt mit der Hypothese überein, dass häufiges Bräunen teilweise durch eine leichte Abhängigkeit von Opioiden, vermutlich Endorphinen, motiviert sein könnte", resümiert der Forscher Steven Feldman. "Die Übelkeit und Nervosität, die durch das Medikament hervorgerufen wurde, deckt sich mit den Symptomen leichter Opiat-Entzugserscheinungen", erläutert der Dermatologe. Studienleiter Kaur sieht die Bedeutung dieser Erkenntnisse vor allem in Zusammenhang mit den Gesundheitsrisken durch das Bräunen: Bekanntermaßen ist häufiges Sonnenbaden mit einer erhöhten Hautkrebsgefahr verbunden. Und wie bei jeder Form von riskantem Verhalten sei es daher auch beim Bräunen wichtig, die dahinter liegende Motivation der Individuen zu verstehen, so der Autor.

Quelle: eurekalert

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